פִּיוּס | تصالح | Reconciliation

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Programm

31.08. 2022 | 18 – 22 Uhr | about blank | Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin

Warum Parents Circle?

Mit unserer Veranstaltung wollen wir einer zivilgesellschaftlichen, von keiner Regierung oder Organisation abhängigen Versöhnungsinitiative „von unten“ Raum und Gehör verschaffen. Die Initiative „Parents‘ Circle – Families Forum“ (Elternkreis – Familienforum) vereint palästinensische und jüdisch-israelische Eltern, die ein nahes Familienmitglied im bewaffneten Konflikt beider Seiten verloren haben. Die vielfältige Arbeit des PCFF soll zu einem Rahmen für Verständigung und Versöhnung der Konfliktparteien beitragen – als einer unabdingbaren Voraussetzung für jeden Friedensprozess, der von beiden Seiten akzeptiert werden soll.

Der PCFF arbeitet unter äußerst schweren Bedingungen. Von der israelischen Rechten wird er ebenso angefeindet wie von denjenigen Kräften auf palästinensischer Seite, die auf Vernichtung Israels abzielen. Umso wertvoller ist die Arbeit des PCFF, die viele internationale Preise und Ehrungen erhalten hat.

Die Debatten zum Themenkomplex „israelisch-palästinensischer Konflikt und Antisemitismus“ in Deutschland sind systematisch verzerrt und polarisiert, die Fronten verhärtet. Die Debatte wird von extremen Positionen und pauschalen Veurteilungen Israels oder der Palästinenser*innen dominiert. Während in der Palästina-Solidarität zunehmend Hass-. Kriegs- und Vernichtungspropaganda gegen Israel laut wird, herrscht auf der anderen, pro-israelischen Seite dröhnendes Schweigen zur Menschenrechtslage und den Lebensbedingungen der meisten Palästinenser*innen.

Spenden

The Parents’s Circle – Families Forum (PCFF) wird unter anderem vom New Israel Fund unterstützt.

Wenn auch Sie The Parents’s Circle – Families Forum unterstützen möchten, können Sie steuerlich absetzbar an den New Israel Fund Deutschland spenden und bei dem Verwendungszweck The Parents’s Circle – Families Forum angeben (LINK). Bitte geben Sie für die Zusendung der Steuerbescheinigung Ihre Kontaktdaten im Verwendungszweck an oder kontaktieren sie: info@nif-deutschland.de

Positionen der VVN-BdA

Unsere Veranstaltung will die Polarisierung und systematische Verzerrung der deutschen Debatten nicht noch einmal auf die Bühne bringen, sondern einen neuen Blickwinkel erschließen: Wo sind nicht-staatliche, nicht-bewaffnete Akteur*innen in der Konfliktregion, die an einer lebenswerten Zukunft für alle dortigen Bevölkerungsgruppen arbeiten? Wie können wir von hier aus – falls wir das überhaupt können – deren Arbeit unterstützen?

Die 1947/48 von überlebenden Verfolgten und Angehörigen des Widerstands gegen den Nazismus gegründete VVN-BdA ist eine parteipolitisch und konfessionell unabhängige, strömungs- und generationenübergreifende Organisation. Sie hat einen speziellen Zugang zum Themenkomplex „Antisemitismus und Nahostkonflikt“. Aus einem Beschluss des Bundeskongresses der VVN-BdA vom April 2011:

„Die VVN-BdA unterstützt alle Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben zwischen Israel und seinen Nachbarn und alle Bemühungen um eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinenser/innen, die den legitimen Interessen beider Seiten entspricht. Für die VVN-BdA ist das Verhältnis zu Israel in erster Linie davon bestimmt, dass dort eine große Zahl von Überlebenden des Holocaust und deren Nachkommen leben. Israel ist der Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden aus aller Welt. Wer diese grundsätzliche Konsequenz nach der Shoah infrage stellt, kann für uns kein Bündnispartner sein.

Dokumentation unserer Beschlüsse und Stellungnahmen zum Thema