Frieden für Deutschland? Rechte Friedensfreunde?

16. November 2018

Mittwoch, 28. November 2018, 19:00 Uhr

Dudenstr. 10, 10965 Berlin | MedienGalerie

Die „neue Rechte“ und ihre militärpolitischen Vorstellungen
Infoveranstaltung mit Fabian Virchow.

Ist die Ablehnung von Krieg und Militarismus typisch friedensbewegt? Manche Positionen von alt- und neurechten Organisationen scheinen dem klassischen Forderungskatalog der Friedensbewegung zu entstammen: Bundeswehr raus aus Afghanistan; raus aus dem Windschatten der USA; NATO entweder schwächen, zerschlagen oder verlassen.
Auch wenn die Unterschiede bei näherem Hinsehen klar werden: Das Erstarken neofaschistischer und „rechtspopulistischer“ Kräfte ist für die Friedensbewegung eine auch inhaltliche Herausforderung.
Welche Ziele verfolgt die AfD in sicherheitspolitischer Hinsicht; wie stehen „Rechtspopulisten“ und Neonazis zur Einbindung der BRD in EU und NATO, zu ausländischen Militärbasen, wie positionieren sie sich zu bestimmten Kriegseinsätzen; welche Forderungen haben sie hinsichtlich Rüstung und Militärhaushalt?
Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die rechten Positionen zu Krieg und Militär zu verstehen, einschließlich der dahinterliegenden Begründungsmuster und historischen Bezügen.
Damit wollen wir zugleich einen Anstoß dafür geben, im Rahmen einer darauf aufbauenden Veranstaltung (Frühjahr 2019) darüber zu diskutieren, wie die eigenen emanzipatorischen und antimilitaristischen Positionen geschärft bzw. schärfer begründet werden können.
Der Referent Fabian Virchow leitet an der Hochschule Düsseldorf den Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus und beschäftigt sich seit Jahren mit militärpolitischen Positionen der alten und „neuen“ Rechten.

Eine Veranstaltung des Bildungswerks der DFG-VK in Kooperation mit der Berliner VVN-BdA

https://de.wikipedia.org/wiki/Fabian_Virchow

http://www.bildungswerk-friedensarbeit.de/wp/2018/10/frieden-fuer-deutschland/

facebook: https://www.facebook.com/events/989356007919153/

Aus Anlass des 80. Jahrestages des Novemberpogroms | Zeitzeugengespräch und Buchlesung:

13. November 2018

Wieder da !

Antifa-Jour-Fixe der Berliner VVN-BdA im Café Sibylle!

Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin–Friedrichshain

Montag, 19. November 2018, 18.30 Uhr

Horst Selbiger:
Verfemt – verfolgt – verraten.
Abriss meines Lebens

Horst Selbiger wurde 1928 in Berlin geboren, sein jüdischer Vater war Zahnarzt. Das Novemberpogrom erlebte er als Zehnjähriger. Da hatte er Diskriminierung und Ausgrenzung schon selbst erfahren – auf der Straße, in der Schule, im Wohnhaus.
Später musste er Zwangsarbeit leisten und wurde während der „Fabrikaktion“ am 27. Februar 1943 verhaftet und in die Synagoge Levetzowstraße gebracht. Er hatte schon die Transportmarke zur Deportation nach Auschwitz um den Hals bekommen, als Partner und Kinder aus „Mischehen“ in die Rosenstraße verbracht und am 6. März freigelassen wurden.

Horst Selbiger überlebte, wurde in der DDR Journalist, kam in Konflikt mit dem Staat und kehrte von der Berichterstattung über den Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main 1964 nicht in die DDR zurück. In keiner Gesellschaftsform wurde ihm Gerechtigkeit zuteil.So wurde er selbst zum Gerechten, der unaufgeregt und neutral seine Geschichte erzählt: „Damit dies keiner Generation mehr geschehen soll und Gerechtigkeit Gerechtigkeit bleiben kann“


80. Jahrestag des Novemberpogroms – „Polenaktion“: Vor dem Holocaust: Abschiebungen

26. Oktober 2018

Pressemitteilung der Berliner VVN-BdA e.V.

80.Jahrestag des Novemberpogroms – „Polenaktion“: Vor dem Holocaust: Abschiebungen

In zwei Wochen am 9. November werden wir, wie alljährlich, um 17.00 Uhr am Deportationsmahnmal in der Levetzowstraße in Moabit mit einer Gedenkkundgebung und einer Demonstration an die Pogromnächte im November 1938 erinnern.

Als Zeitzeugen werden Horst Selbiger Ehrenvorsitzender des Vereins „Child Survivors Deutschland“ und Marian Kalwary, Überlebender des Warschauer Ghettos reden. Beide mussten als Zwangsarbeiter für die Nazis arbeiten. Selbiger erlebte das Pogrom auf dem Weg zu seiner jüdischen Schule am Morgen des 10. November 1938. 1943 wurde er in das Sammellager in der Synagoge Levetzowstraße verschleppt. Kalwary kämpft heute für eine Ghettorente für die letzten noch lebenden Kinder und Jugendlichen, die in den Ghettos für deutsche Firmen arbeiteten.

Wir möchten aber heute auch an die sogenannte „Polenaktion“ erinnern. Vom 27. – 29. Oktober 1938 wurden rund 17.000 Jüdinnen und Juden verhaftet und nach Polen abgeschoben, weil sie polnische Staatsangehörige waren. Allein in Berlin wurden mehr als 1.500 Jüdinnen und Juden in ihren Wohnungen oder auf der Straße verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze deportiert. 80. Jahrestag des Novemberpogroms – „Polenaktion“: Vor dem Holocaust: Abschiebungen weiterlesen »

Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms

23. Oktober 2018

Liebe Freund*innen,

zum 80. Jahrestag der November-Pogrome 1938 gibt es in Berlin zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Wir haben eine ,sicherlich unvollständige, Auswahl davon zusammengestellt. Gene nehmen wir weitere Veranstaltungen auf, versenden sie mit dem nächsten Newsletter und stellen sie auf unsere Homepage.
Leider versuchen auch Neonazis den 9. November in Berlin für ihre Anliegen zu instrumentalisieren. Unter dem Motto „Allen Opfern der Politik“ hat „Wir für Deutschland“, Organisatorin zahlreicher „Merkel muss weg“ Demonstrationen, auf den es regelmäßig zu massiven rassistischen und antisemitischen Vor- und Ausfällen kam, am 9. November um 18.30 eine Demonstration am Washingtonplatz/Hauptbahnhof angemeldet. Wir werden euch über die antifaschistischen Proteste dazu informieren.

Und wir würden uns sehr freuen euch auf der ein oder anderen Veranstaltung und natürlich auf unserer alljährlichen Gedenkdemonstration am 9. November um 17.00 am Deportationsmahnmal in Moabit begrüßen zu können.

Eure Berliner VVN-BdA

Auch in Pankow gibt es eine Veranstaltungsreihe >>>

ANTIFASCHISTISCHE AKTIONSWOCHE „GEDENKEN HEISST HANDELN“ >>>

Akademie der Künste >>>

Berliner Ensemble >>>

Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V. >>>


25.Oktober.2018, 19 Uhr, Britzer Straße 5, 12439 Berlin

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Zeitzeugengespräch: Vera Friedländer. Judenverfolgung und Zwangsarbeit in Berlin

Als Tochter eines christlichen Vaters und einer jüdischen Mutter stigmatisierten die Nationalsozialisten sie als „Halbjüdin“. Viele ihrer Verwandten wurden deportiert und ermordet. Als Zwangsarbeiterin musste sie Schuhe sortieren, die aus Auschwitz und anderen Konzentrationslagern stammten. Vera Friedländer wird über die NS-Judenverfolgung und ihre eigenen Erfahrungen sprechen, zudem über den heutigen Umgang mit dieser Vergangenheit. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit.


27.Oktober 2018 | 14 Uhr | Kiezrundgang durch das Bötzowviertel
Treffpunkt: Esmarchstraße 18 (Kurt-Tucholsky-Bibliothek)
Der Historiker und Anwohner Dr. Joachim Poweleit erzählt vor Ort Lebensgeschichten von jüdischen Bewohner*innen und dem damaligen jüdischen Leben im Kiez.
Bürgerverein Pro Kiez Bötzowviertel e.V. in Kooperation mit der BO Prenzlauer Berg der Berliner VVN-BdA e.V.


 30.Oktober bis 9.November 2018 | Ausstellung: »Rückkehr unerwünscht« – Die Bilder des Zeugen Peter Edel
Frei-Zeit-Haus Weißensee, Pistoriusstraße 23, 13086 Berlin
Eine Ausstellung zum Gedenken.

Vernissage 17.30
VVN-BdA Kreisvereinigung Weißensee-Hohenschönhausen
Öffnungszeiten:
Dienstag 9.00 bis 12.30 Uhr
Mittwoch 9.00 bis 12.30 Uhr
Donnerstag 14.00 bis 18.00 Uhr Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms weiterlesen »

Ältere Nachrichten ·