Hallo

Kundgebung: „30. Januar 1933 – Erinnern heißt antifaschistisch handeln!“

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Kein Schlussstrich!

Aufklärung und Konsequenzen für die Täter – Solidarität mit den Betroffenen – Kein Schlussstrich!

Antifaschistische Kundgebung zur Urteilsverkündung im Neukölln-Komplex-Prozess

Dienstag, 7. Februar 2023 , 8.30 Uhr | Wilsnacker Straße 4, 10559 Berlin, vor dem Berliner Amtsgericht

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Querfront für den Frieden? Ohne uns!

27. Januar 2023

 Die Tür nach rechts bleibt zu!

Der Geschäftsführende Vorstand der Berliner VVN-BdA e.V. distanziert sich auf schärfste von den Geschehnissen und Aussagen auf der Friedensmahnwache der Friko / Friedenskoordination am Brandenburger Tor.

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27. Januar: Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

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Out now: Faltblatt/Plakat „Keine Nazis & Rassist*innen in die Parlamente“

Vor zwei Jahren erarbeiteten wir ein Faltblatt zur #Berlinwahl, das in hoher Auflage in der Stadt verteilt wurde.

Nun haben wir das Faltblatt überarbeitet und es liegt gedruckt in unserem Büro. Wer es verteilen möchte kann es ab Montag dort abholen. (Meldet euch über berlin@vvn-bda.de und holt die Materialien im Büro im Franz-Mehring-Platz 1 ab.)

>> Konsequent gegen Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus und Krieg <<

Festveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Mittwoch, 18. Januar 2023, 18 Uhr, Münzenberg-Saal, FMP1, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Wir laden unsere Mitglieder, Freund*innen und unsere Bündnis- und Kooperationspartner*innen sehr herzlich ein, mit uns zu feiern und miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Die VVN war nach der Wiedererlangung der persönlichen Freiheit die Organisation, die Halt, Kraft und Zuversicht gab inmitten der deutschen Gesellschaft, die bis 1945 in unverantwortlicher Weise den faschistischen Führern gefolgt war und deren verbrecherische Politik aktiv oder durch deren Duldung unterstützt hatte, aber nunmehr jegliche Verantwortung von sich wies.“

Volkmar Harnisch (22.06.1926 – 03.01.2021), als Jugendlicher Häftling im Zuchthaus Hoheneck, zur Gründung der Berliner VVN

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Veranstaltungsreihe: 1933 – Vor 90 Jahren: Machtübertragung an die Faschisten

Die Berliner VVN-BdA führt zusammen mit vielen Kooperationspartnern in den nächsten Monaten eine Veranstaltungsreihe zum 90. Jahr der Machtübertragung an die Faschisten durch. In diesem Rahmen wird es verschiedenste Veranstaltungen, Gespräche, Kundgebungen und Rundgänge geben.
Als Auftakt werden wir am 30. Januar um 18 Uhr eine Kundgebung am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor abhalten. Dort werden neben Florian Gutsche (Bundesvorsitzender VVN-BdA) auch Bernd Langer (Kunst und Kampf), Chaja Charlotte Boebel (IG Metall) und Tom Erdmann (Landesvorsitzender Berliner GEW) reden. Musikalisch wird die Veranstaltung vom Ernst-Busch-Chor begleitet.
Alle Infos zu der Reihe gibt’s auf der Sonderseite: https://berlin1933.vvn-bda.de

Auf gutem Kurs“ sind wir erst, wenn wir sehen können, wo es lang geht!

Zweiter Offener Brief zum PUA „Neukölln“, 4. Januar 2023:

Nun wurden von Juni bis Dezember 2022 neun Sitzungen im langerwarteten parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Neukölln“ abgehalten. Betroffene wurden als Zeuginnen und Zeugen angehört. Und die Einschätzung von externen Sachverständigen, wie den Opferberatungsstellen hinzugezogen. Die Phase dieser Anhörungen ist mit der 9. Sitzung (am 9.12.2022) abgeschlossen worden. Der Ausschussvorsitzende Florian Dörstelmann (SPD) bilanziert, der Untersuchungs­ausschuss zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln sei bis jetzt „erfolgreich“ verlaufen, der Ausschuss habe „einen hervorragenden Überblick darüber bekommen, wie welche Akteure zugange sind, wie die Vernetzung erfolgt und was einzelnen Akteuren mutmaßlich zugeordnet werden kann“ und schlussfolgert: „Das heißt, wir erkennen die Muster der Anschlagsserie immer besser.“ (lt. „Tagesspiegel“).

In der 10. Sitzung am 6. Januar soll es weitergehen mit der Beweiserhebung durch die Zeug:innen Uta Leichsenring und Dr. Herbert Diemer, die vom damaligen Innensenator Geisel als Sonderermittler im „Neukölln-Komplex“ eingesetzt wurden. In einer gemeinsamen Runde mit den zuständigen Senatsverwaltungen soll außerde besprochen werden, wie künftig Akten für den Ausschuss zur Verfügung gestellt werden können. Denn zuvor hatten die Sprecher:innen der Fraktionen beklagt, dass kaum Unterlagen vorlägen und dem Senat eine „Blockade“ vorgeworfen.

„Auf gutem Kurs“ sind wir erst, wenn wir sehen können, wo es lang geht!

Die Anhörung der Zeuginnen und Zeugen und der externen Expert:innen war sehr aufschlussreich und ein großer Erfolg der Betroffenen von rassistischer und rechter Gewalt sowie der mit ihnen solidarischen Menschen aus Gesellschaft und Politik. In einem Ersten Offenen Brief haben wir unsere Anliegen, Vorstellungen und auch Kritiken dargelegt. Nach der 9. Sitzung kommen wir zu einer etwas anderen Schlussfolgerung:

Der Untersuchungsausschuss legt eine Missachtung der Betroffenen zutage, die inakzeptabel ist.

Es gibt in der Sache engagierte Abgeordnete und es gibt Abgeordnete, die öffentlich verkünden, sie hätten den Bericht der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) vor deren Anhörung gar nicht gelesen, wie es der Fall beim maßgeblichen CDU-Vertreter im Ausschuss war.

Wir haben den Eindruck, dass Abgeordnete und Fraktionen immer noch nicht verstanden haben, was der Untersuchungsausschuss leisten soll und muss. Der Ausschuss wird bloß mehr oder weniger durchgezogen. Wir können noch keine Strategie sehen, die etwas verändern möchte und das Potential dazu hat. Derzeit werden letztlich nur Tatsachen zusammengetragen, die in der Zivilgesellschaft seit Jahren bekannt sind. Frau Leichsenring und Herr Dr. Diemer werden darüber hinaus lediglich ihren Bericht – der nach seinem Inhalt unvollständig bleiben musste – bestätigen. Worin liegt da ein Erkenntnisgewinn?

Aktenanforderungen endlich durchsetzen!

Bisher verweigern Innen- und Justizverwaltung die Herausgabe der relevanten Akten aus den Sicherheitsbehörden an den Ausschuss. Die Justizverwaltung verweist dabei auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main, wonach die Herausgabe von Akten an den vom Hessischen Landtag hierzu eingesetzten Untersuchungsausschuss im Zusammenhang mit dem Mord an Walter Lübke bis zum Abschluss des Strafverfahrens die ordnungsgemäße Durchführung des Verfahrens gefährde. Derartige Scheinprobleme sind im Zusammenhang mit den vom Bundestag und einzelnen Landtagen eingesetzten NSU-Untersuchungs­ausschüssen nie konstruiert worden! Ergeben sich aus den Behördenakten tatsächlich noch Wunder, die in das jetzt noch beim Amtsgericht laufende Verfahren gegen Sebastian Thom eingeführt werden können? Und was ist mit den eingestellten Ermittlungsverfahren?

Der Ausschuss muss hier endlich aktiv werden und notfalls auch rechtliche Schritte ohne Rücksichtnahme auf die parteipolitische Zuordnung der betreffenden Ressorts ergreifen.

Eine echte Öffentlichkeit des Ausschusses herstellen!

Noch immer warten wir darauf, dass im Neukölln -Untersuchungsausschuss wirkliche Öffentlichkeit hergestellt wird. Die Betroffenen wurden vor dem Ausschuss weitgehend allein gelassen und mussten sich allein der teilweise unfreundlichen Atmosphäre, polemischen Kommentaren und irreführenden bis absurden Fragen stellen.

Wir, die unterzeichnenden Betroffenen und Initiativen, fordern den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, den Ausschuss und seine Mitglieder daher nochmals auf, die räumlichen Bedingungen für eine echte Öffentlichkeit herzustellen.

Wir fordern alle Abgeordneten auf ein Konzept zu erstellen und dafür alles Erforderliche einzuholen. Um, wie es in dem Einsetzungsbeschluss heißt, aufzuklären, welche „Akteure“ und welche „Vernetzungen“ in den Blick genommen werden, oder welche „Muster“, die solche Anschlagsserien ermöglichen wie betrachtet werden sollen, braucht es Entschlossenheit und Transparenz.

Der Prozess gegen die Nazi-Bande um Sebastian Thom zeigt das strukturelle Behördenversagen nochmals auf!

Der seit Monaten vor dem Amtsgericht Tiergarten laufende Prozess gegen Mitglieder einer Nazi-Bande, deren prominentester Vertreter Sebastian Thom ist, macht deutlich, dass Justiz und Sicherheitsbehörden immer noch nicht verstanden haben oder wahrnehmen wollen, dass der Neukölln-Komplex ein berlinweites rechtsterroristisches Netzwerk betrifft.

Vernetzungen und gemeinsame Planungen waren nie Gegenstand der Anklage – es wurden lediglich scheinbare Einzeltaten angeklagt. Das Verfahren gegen den Neuköllner Neonazi Oliver Werner wurde aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt, weil der Angeklagte sich krankgemeldet hatte. Ob und wann der Prozess gegen ihn fortgesetzt wird, ist unklar. Das von der Vorsitzenden Richterin deswegen angeforderte Attest ist offenbar nie eingereicht worden. Im Laufe des Prozesses stellte sich außerdem heraus, dassWerner, der als politischer „Ziehvater“ von Thom gilt, mit seinem Zögling gerichtsfest dabei beobachtet worden war, Morddrohungen an der Wohnung eines Antifaschisten anzubringen. Eine weitere Anklage gegen Werner könnte daran scheitern, dass der Staatsschutz ein an sich von Amts wegen anzuzeigendes Delikt aus „ermittlungstaktischen Gründen“ eben nicht angezeigt hat.

Betroffene der Neuköllner Anschläge und zivilgesellschaftliche Gruppen hatten bereits 2018 eine Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt gefordert. Aber das Bestehen eines kriminellen rechten Netzwerks wurde schon damals nicht einmal in Betracht gezogen. Die Anklagen im Prozess gegen die Neuköllner Nazibande machen die Täter zu Einzeltätern, ihre Taten zu Einzeltaten. Die Justiz geht also nicht von der Tatsache aus, dass in Berlin – nicht nur in Neukölln – seit deutlich mehr als zehn Jahren ein militantes Neonazi-Netzwerk aktiv ist. Die Arbeitsteilung zwischen den Mitgliedern der Nazibande ist bei dem Prozess nicht berücksichtigt worden, in der Folge wurde Tilo Paulenz, der Betroffene der Brandanschläge nachweislich ausspioniert hatte, dann auch wegen der Anschläge freigesprochen.

Es sind bereits Burak Bektaş (05.04.2012) und Luke Holland (20.09.2015) ermordet worden.Müssen noch weitere Menschen sterben ehe gegen die Neonazi-Strukturen in Neukölln und den übrigen Berliner Bezirken ermittelt wird?

Auch hier ist klar:

Wir erwarten vom Untersuchungsausschuss Ergebnisse – bevor es wieder einmal zu spät ist.

Berlin, den 4. Januar 2023

Erstunterzeichner*innen (04.01.2023):

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

BASTA

NSU-Watch

Claudia v. Gélieu

Christian v. Gélieu

ReachOut

Andere Zustände ermöglichen (aze)

Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschist*innen

Neukölln-Watch

Galerie Olga Benario

Hanns Eisler anlässlich seines 60. Todestages – Vielleicht sein Bestes – die Lieder

5. Januar 2023

Antifa- Jour-Fixe der Berliner VVN-BdA

MONTAG, 16. JANUAR 2023 VON 18:30 BIS 21:00

Café Sibylle | Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin

Vielleicht sein Bestes – die Lieder
Gina Pietsch singt sie, Fabio Costa am Klavier

Hanns Eisler, einer der ganz großen Komponisten und Musiktheoretiker des vorigen Jahrhunderts.
Im Team mit Brecht/Eisler entsteht eine illustre Zahl an Meisterwerken, immer mit dem Blick auf die Unteren.

Letzteres hat dann 1947 in Eislers Exilland USA auch der leitende Ermittler bei der Untersuchung unamerikanischer Tätigkeit erkannt, der die Anklage damit begründet, dass Mr. Eisler der Karl Marx des Kommunismus auf musikalischem Gebiet ist.
Eisler dazu: Sie schmeicheln mir.

Kurz vor Brechts Tod wird dieser sich von seinem wichtigsten Komponisten verabschieden mit Entschuldige, ich habe nicht genug getan für Deine große Musik.

Als Komponist, Musiktheoretiker und Lehrer hinterließ er ein riesiges Oeuvre, revolutionär, weise und schön.

Antifa Jour fixe der Berliner VVN-BdA
Immer am 3. Montag des Monat
Immer im Café Sibylle
Immer um 18.30 Uhr

19. Dezember 2022: Antifa Jour Fixe
„Zewishn schmejchl un treren – zwischen lächeln und Tränen“

mit dem Duo Waidenbaum (diesmal zu dritt)

Die Zuhörer*innen erwartet ein Programm jiddischer, hebräischer und sephardischer Lieder, angesiedelt zwischen ausgelassener Fröhlichkeit und melancholischer Traurigkeit, mit klarer, warmer Stimme vorgetragen von der Mezzosopranistin Michaele Schön, einfühlsam begleitet von dem Gitarristen Hagen Damwerth und als Gast den Sänger Frank Wismar dazu gebeten.

„In den jiddischen Liedern werden Geschichten erzählt, die einen Schatz in sich tragen
– er kommt uns zu Ohren, damit unsere Herzen daran reich werden.

Antifa Jour fixe der Berliner VVN-BdA
Immer am 3. Montag des Monat
Immer im Café Sibylle
Immer um 18.30 Uhr

Gedenken an die „Rote Kapelle“

Am Donnerstag, dem 22. Dezember 2022 jährt sich zum 80. Mal die Hinrichtung der ersten Mitglieder des Widerstandsnetzwerks „Rote Kapelle“. Berliner VVN-BdA-Verbände gedenken auf unterschiedliche Weise diesem Jahrestag.

Die Lichtenberger VVN-BdA veranstaltet am 22. Dezember um 16:30 Uhr am Denkmal für die „Rote Kapelle“ (Schulze-Boysen-Straße 12, Berlin-Lichtenberg) eine Gedenkkundgebung mit Redebeiträgen von: Erika Rathmann, Trille Schünke und Michael Grunst
(Aufruf und weitere Informationen gibt es hier: https://lichtenberg.vvn-bda.de)

Die Berliner VVN-BdA zeigt anschließend um 18:15 Uhr im fsk-Kino (Segitzdamm 2, Berlin-Kreuzberg) in einer Sondervorstellung den Dokumentarfilm „Die Rote Kapelle | Stimmen der Überlebenden und Nachfahren“ (2003) in Anwesenheit von Regisseur Stefan Roloff. Im Anschluss wird es Raum für Diskussion geben.

Der Aufruf:
Vor 80 Jahren:
Am 22. Dezember 1942 wurden in der Hinrichtungsstätte Plötzensee zwischen 19.00 Uhr und 20.33 Uhr, Rudolf von Scheliha, Harro Schulze-Boysen, Arvid Harnack, Kurt Schumacher und John Graudenz durch den Strang, Horst Heilmann, Hans Coppi, Kurt Schulze, Ilse Stöbe, Libertas Schulze-Boysen und Elisabeth Schumacher durch das Fallbeil ermordet.

Für die Geschichte des Berliner antifaschistischen Widerstandsnetzwerkes Schulze-Boysen/Harnack-Kreis, von der Gestapo Rote Kapelle genannt, war 1942 ein Jahr, in dem die Aktivitäten im Kampf gegen den Nationalsozialismus noch einmal verstärkt wurden.

Es war auch das Jahr, in dem die Geheime Staatspolizei die Gruppe aufdeckte. Im Herbst 1942 nahm die Sonderkommission „Rote Kapelle“ mehr als 120 Menschen fest, im Winter 1942/43 folgten 49 Todesurteile des Reichskriegsgerichts. Andere wurden ohne jedes Verfahren ermordet.

Stefan Roloff fand als international anerkannter Künstler und Sohn eines Überlebenden der Roten Kapelle einen ganz persönlichen Zugang zu elf Beteiligten des Geschehens in den 1940er Jahren. Ab 1998 begleitete er sie meist über einen längeren Zeitraum mit der Kamera und ließ sich ihre Sichtweisen einfühlsam schildern.

„Unser Blatt 79/80“ erschienen

https://berlin.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/3/2022/11/UB79-80.jpg

Pünktlich zur diesjährigen Gedenkkundgebung am Jahrestag der Novemberpogrome ist die Doppelausgabe 79/80 von „Unser Blatt“ erschienen. Sie ist 24 Seiten dick und enthält unter anderem einen Rückblick auf den diesjährigen „Tag der Erinnerung & Mahnung“, ein Portrait über Aenne Saefkow, einen Artikel über eine Veranstaltungsreihe in Lichtenberg und Nachrufe für Ilse Langguth, Charlotte Florian, Hans Hübner.

Mehr Infos gibt es hier.

9. November 2022 – Gedenken an die Novemberpogrome

Kundgebung und Demonstration in Berlin-Moabit

Ein antifaschistisches Bündnis führt auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Gedenken an die antisemitischen Pogrome im Jahr 1938 durch.
Auf der Gedenk-Kundgebung am Mahnmal Levetzowstraße werden ab 18 Uhr auch Zeitzeug*innen zu Wort kommen.
Die Demonstration im Anschluss wird zum Mahnmal auf der Putlitzbrücke ziehen, von wo aus die Berliner Jüdinnen*Juden in die Konzentrationslager deportiert wurden.

Solidarität mit den Opfern des deutschen Antisemitismus und Rassismus!

Termin:
Mittwoch, 9. November 2022
18 Uhr
Mahnmal Levetzowstr., Berlin-#Moabit

Alle Infos auf:
9november.blackblogs.org

Antifa Jour Fixe | 17. Oktober 2022

Helga Kurzchalia liest aus ihrem Buch
Haus des Kindes

Das von Hermann Henselmann als Wohn- und Kinderkaufhaus konzipierte Haus des Kindes befand sich am Eingang zur damaligen Stalinallee. Das dortige Leben ist Ausgangs- und Kristallisationspunkt eines episodenhaft erzählten Romans vor dem 17. Juni 1953 bis 1965.

Die aus der englischen Emigration nach Deutschland zurückgekehrten kommunistischen Eltern der Erzählerin ziehen in das beeindruckende Gebäude am heutigen Strausberger Platz.

Durch die Augen des Mädchens begegnen wir den Nachbarn – den Henselmanns, den Havemanns, den Schriftstellern Alex Wedding, F. C. Weiskopf und Bodo Uhse. Sie alle verbindet der Glaube an ein anderes Deutschland.

Die Protagonistin erlebt den Widerspruch zwischen ihrer privilegierten Situation und der Außenwelt, zwischen Stalinallee und den Seitenstraßen, deren Lebenswirklichkeit zu den Erwachsenen in ihrer Umgebung nur schwer vorzudringen scheint. Zu sehr wird deren Gegenwart von ihrer eigenen Verfolgungsgeschichte und einer idealisierten Zukunftsvorstellung voller Täuschung und Selbsttäuschung bestimmt.

Montag, 19. September 2022, 18:30 Uhr
Café Sibylle (Karl-Marx-Allee 72, Friedrichshain)


Antifa Jour Fixe | 19. September 2022

Hanns Eisler anlässlich seines 60. Todestages am 6. September. „Vielleicht sein Bestes – die Lieder“
Gina Pietsch sings sie, Fabio Costa am Klavier

Montag, 19. September 2022, 18:30 Uhr
Café Sibylle (Karl-Marx-Allee 72, Friedrichshain)

Tag der Mahnung / Tag des Antifaschismus | 11. September 2022

Hier geht es zur neuen Hompage: https://tag-der-mahnung.vvn-bda.de/

פִּיוּס | تصالح | Reconciliation

Quicklinks:

Programm

31.08. 2022 | 18 – 22 Uhr | about blank | Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin

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Vor 25 Jahren:

Das Neonazi- Attentat in Marzahn | Gespräch mit Klaus Baltruschat

4. Juli 2022

Montag | 18.Juli 2022| 18.30 Uhr

Café Sibylle | Karl-Marx-Allee 72 | 10243 Berlin_Friedrichshain

Antifa Jour fixe der Berliner VVN-BdA

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9. Mai 2022 – Нет войне!

3. Mai 2022

Kundgebung gegen den Krieg und Dank an die Befreier*innen

Berlin | 9.Mai 2022 | ab 9.00 | Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park | an der Skulptur „Mutter Heimat“

9. Mai 1945 – der erste Tag des Friedens

Der 9. Mai 1945 war der erste Tag des Friedens, nachdem am 8. Mai 1945 die endgültige und bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht besiegelt wurde. Das Morden der deutschen Wehrmacht und ihrer Kollaborateure in den überfallenen Ländern und der SS in den Konzentrationslagern war endgültig beendet.

„Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!“ lautet ein Versprechen an die Überlebenden des Faschismus in Europa und in der Welt. Seitdem wird der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung und der 9. Mai als Tag des Sieges über den deutschen Faschismus begangen.

Wir erinnern:

Die Rote Armee, befreite Auschwitz, befreite Berlin.

Für Millionen Menschen, Opfer der nazistischen Diktatur, kam dieser Tag zu spät; für Juden und Jüd*innen, Sinte*zze und Rom*nja, Homosexuelle und Zwangsarbeiter*innen. Zu spät aber auch für aufrechte Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen, Gewerkschafter*innen, Christ*innen und viele antifaschistisch Denkende und Handelnde. Sie und über 10 Millionen alliierter Soldat*innen, Partisan*innen, Widerstandskämpfer*innen in vielen Ländern mussten an allen Fronten für den Sieg über die Achsenmächte und die Befreiung ihr Leben geben. Ihnen und all jenen, die zusammen mit der Roten Armee an der Befreiung vom Faschismus und dem Sieg über Nazideutschland beitrugen, gilt unser Dank. Die Rote Armee, in der Angehörige aller Republiken der damaligen Sowjetunion kämpften, befreite Berlin, befreite Auschwitz. Spasibo, thank you, merci!

In Erinnerung und im Gedenken an sie und alle anderen Kämpfer*innen gegen den Faschismus und um den Sieg der Alliierten über das faschistische Deutschland im Mai 1945 zu feiern,

hat die VVN-BdA jedes Jahr am 9. Mai am Sowjetischen Ehrenmal in Treptow ein Fest organisiert.

Stoppt das Morden! Die Waffen nieder!

In diesem Jahr ist es nicht mehr möglich, dort zu feiern, so wie wir es bisher getan haben. Russland führt einen brutalen Krieg gegen die Ukraine und die Menschen, die dort leben. Es ist unerträglich, dass Überlebende des deutschen Vernichtungskrieges und des Holocaust der Todesgefahr durch Russlands Krieg ausgesetzt sind. Die russische Regierung versucht den 9. Mai und die Erinnerung an die Opfer und den Widerstand der Sowjet-Bürger*innen im Zweiten Weltkrieg zu monopolisieren und für ihren aktuellen Krieg zu instrumentalisieren. Es ist entsetzlich, dass die Enkel der Opfer des deutschen Faschismus und unserer Befreier*innen in Russland und der Ukraine in einem grausamen Krieg aufeinander schießen. Die VVN ist seit ihrer Gründung durch überlebende des Naziterrors und Widerstandskämpfer*innen Teil der internationalen Antikriegsbewegung. Wir gehen auch dieses Jahr am 8. und 9. Mai zum sowjetischen Ehrenmal in Treptow, nicht um zu feiern, sondern, um klar und deutlich zu sagen:

Der russische Angriffskrieg muss sofort beendet werden! Stoppt das Morden! Die Waffen nieder!

Hier geht es zum vollständigen Aufruf >>>

Berlin | 8. Mai 2022 | 13 Uhr | Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park | an der Skulptur „Mutter Heimat“

Am Tag der Befreiung trifft sich die Berliner VVN-BdA am Ehrenmal im Treptower Park um 13 Uhr bei der Statue der Mutter Heimat. Dieser Ort an diesem Tag darf nicht den Nationalist*innen und Putinbefürworter*innen überlassen werden.

Der 8. Mai bleibt für uns der Tag der Befreiung vom Faschismus durch die Alliierten. Ohne die Rote Armee, die die größten Opfer für unsere Befreiung erbrachte, wäre der Sieg über den Hitler-Faschismus in Deutschland nicht möglich gewesen. Der Roten Armee gehörten Soldatinnen und Soldaten aus allen Sowjetrepubliken an.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine überschattet das diesjährige Gedenken. Das darf aber nicht dazu führen, die Opfer aller Völker der Sowjetunion für die Befreiung vom Faschismus zu relativieren oder eine Gleichsetzung des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges mit dem NS-Vernichtungskrieg zu betreiben.

Da mit Provokationen und der Propaganda im Rahmen des Krieges zu rechnen ist, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr keine Kundgebung mit Redebeiträgen und Musik an der „Mutter Heimat“ im Sowjetischen Ehrenmal in Treptow durchzuführen, sondern laden alle Mitglieder und Freunde dazu ein, mit Blumen der Opfer zu gedenken und Friedensbotschaften zu senden.



‼️Am heutigen Tag haben russische Truppen den offenen Krieg gegen die Ukraine begonnen.‼️

In den letzten Wochen hatte die Russische Föderation unter Ausnutzung einer großen militärischen Übermacht und unter dem Deckmantel falscher historischer Herleitungen nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 die Souveränität der Ukraine in Frage gestellt und mit der völkerrechtswidrigen Anerkennung der sogenannten „Volksrepubliken“ im Donbass und die Übernahme ihrer weitergehenden territorialen Ansprüche verbunden mit dem Einmarsch russischer regulärer Truppen schwerwiegend gebrochen. Dies bedeutete den Abbruch langjähriger diplomatischer Bemühungen zur Lösung von Bürgerkrieg und Grenzkonflikt. Nun ist die Russische Föderation vollständig zur nackten Gewaltpolitik übergegangen.

Die VVN-BdA verurteilt diese Entscheidungen der Duma und des russischen Präsidenten, die weiteres großes Leid über das ukrainische und das russische Volk bringen werden, auf das Schärfste.

Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielschichtig und reichen bis in die Phase der Auflösung der Sowjetunion und des Überganges von der bipolaren Blockkonfrontation zu einem Europa indem zahlreiche Staaten teils konfrontativ, teils kooperierend um Macht und Einfluss ringen, zurück.

In allen Staaten Osteuropas wurden „nationale Identitäten“ mithilfe nationalistischer und rechtsgerichteter Ideologien konstruiert, vielfach mit Rückgriff auf die ideologischen Verwüstungen, die die Jahre des nazistischen Krieges, der Okkupation und der Kollaboration angerichtet haben.

➡️ Lest weiter auf www.vvn-bda.de

Wir unterstützen den Aufruf der DFG-VK und rufen zu der Demonstration am kommenden Sonntag auf:
Sonntag, 27. Februar 2022, 13 Uhr
Siegessäule
„Großdemo am 27. Februar: Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa!“
Der Aufruf ist hier zu finden: https://dfg-vk.de/



Februar 2022: Antifa Jour-fixe der Berliner VVN-BdA
„Von Brecht bis Broadway Ein Kurt-Weill-Abend mit Gina und Frauke Pietsch“

anlässlich seines 120. Geburtstages am 2. März
und seines 70. Todestages am 3. April im Jahre 2020
mit Gina Pietsch und Frauke Pietsch

Pietsch Mutter und Tochter singen und plaudern über Weill in Berlin, Paris, am Broadway und in Hollywood, über seine Kämpfe beim Sich-Einrichten in Leben und Kunst, und über Spaß und Mühen beim Produzieren von Kunst und Leben.

1927 fing das mit Brecht an. Ein Dichter, ein wirklicher Dichter, mit kühnem Griff und wundervoller Einfühlungskraft hatte Weill nach der Lektüre von Brechts außerordentlich atheistischer „Hauspostille” ausgerufen, was etwas heißen wollte für den streng im jüdischen Glauben erzogenen Kantors- und Religionslehrersohn. Man kam zusammen, in Berlin, Paris und Amerika, meist mit unterschiedlichen Intentionen und Erfolgen, letzteres am krassesten unterschieden am Broadway, den Brecht als kältesten Verkauf von Abendunterhaltung und ein von Spielern unterhaltener Zweig des Rauschgifthandels ansah.

Man verstand einander so wenig, dass David Drews, der größte Weill-Kenner gerade dieses Unverständnis zum Grund dafür erklärte, dass in vier Jahren sechs gemeinsame Werke entstanden, die beiden Weltruhm verschafften. Der schwarze Dichter Langston Hughes, der die Songtexte in Weills Oper „Street scene” schrieb, sieht einen anderen Erfolgsgrund: Er hatte etwas zu sagen, und er sagte es auf die einfachste und geradlienigste Weise, in der allgemein verständlichsten Sprache eines jeden Landes. Darum kann Deutschland Weill als Deutschen, Frankreich ihn als Franzosen, Amerika ihn als Amerikaner und ich ihn als Schwarzen ausgeben.

Weitere Informationen bei Gina Pietsch.

Montag, 22. Februar 2022 18.30 Uhr Cafe Sybille
Karl-Marx Allee 72, 10243 Berlin

Anmeldung bei VVN-BdA, Tel.: 030/555790830 oder
E-Mail: jutta.harnisch@vvn-bda.de

Gedenkaktionen der Berliner VVN-Gliederungen an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945

Bedingt durch die Coronapandemie führen nur wenige Gliederungen der VVN-BdA und befreundeter Initiativen eigene Gedenkveranstaltungen durch. Die meisten Gliederungen schließen sich dem bezirklichen Gedenken an, über das die Bezirke auf ihren Homepages berichten.

▪️ Gedenken des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg
15.30 Uhr an der VVN-Stele Koppenstraße Ecke Singerstraße (BO Friedrichshain-Kreuzberg)

▪️ Stilles Gedenken in Köpenick, 17 bis 18 Uhr
Mahnmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche und die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auf dem Platz des 23. April sowie an der Gedenktafel für die von den Nazis zerstörte Köpenicker Synagoge (Freiheit 8 ) (VVN-BdA Köpenick e.V.)

▪️ Antifaschistischer Gedenkspaziergang in Treptow
18 Uhr Ecke Am Treptower Park/Moosdorfstr
Wir besuchen Häuser, vor denen bereits Stolpersteine verlegt wurden bzw. in denen Verfolgte gelebt haben und deren Schicksal wir erforschen. (BdA Treptow)

▪️ Gedenken in Prenzlauer Berg
10.30 Uhr an der Stele „Zum Gedenken an die vom Faschismus ermordeten Widerstandskämpfer Berlin-Prenzlauer Berg“ an der Danziger Straße / Diesterwegstraße (BO Prenzlauer Berg)


▪️ Ehrung der Opfer des Faschismus in Lichtenberg
15 Uhr am VVN-Denkmal auf dem Loeperplatz (VVN-BdA Lichtenberg e. V.)

▪️ Stilles persönliches Gedenken in Britz
10-16 Uhr auf dem Platz vor dem Haus Fritz-Reuter-Allee 50 (Nähe U-Bhf. Blaschkoallee).
Vor der Seniorenfreizeitstätte Bruno Taut: Filmausschnitte einer bebilderten Lesung des Auschwitz-Überlebenden Otto D. Kulka (Anwohner*inneninitiative „Hufeisern gegen Rechts“)

▪ 24. traditionelle Lichterkette in Pankow
18 Uhr am ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121
Gedenkaktion mit Kerzen und Redebeiträgen. Im Anschluss findet in der Kirche eine Gedenkveranstaltung mit dem Theaterprojekt „Der Koffer“ statt. (VVN-BdA Berlin-Pankow u.A.)

▪️ Gedenken in Mitte
Rathaus TiergartenDas Gedenken findet in diesem Jahr in stiller Form und ohne Publikum statt. Bürgermeister Stephan von Dassel wird einen Kranz niederlegen. (VVN-BdA e. V. u.A.)

▪ Stilles Gedenken mit Kranzniederlegung in Marzahn
12.00 Uhr, Gedenkstätte am Zwangslager Berlin-Marzahn (Otto-Rosenberg-Platz 1)
Grußworte: Petra Rosenberg, Gordon Lemm, Prof. Dr. Micha Brumlik, Selma Stern. (Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn e. V. und LV der Deutschen Sinti und Roma BB e. V.)

▪ Dezentrales stilles Gedenken am 29. Januar in Marzahn-Hellersdorf
11.00 Uhr: Zwangslager Marzahn, Otto-Rosenberg-Platz, danach Gang zum Gedenkstein für Sinti und Roma und zur Gedenkstele für die Opfer der Zwangsarbeit auf dem Parkfriedhof., 11.00 Uhr: Poelchaustele, Poelchaustr. / Ecke Märkische Alle, 13.00 Uhr: Gedenktafel Heinrich Grüber, Dorfstr. 10, 13.00 Uhr: Zwangsarbeiterlager Kaulsdorf, Kaulsdorfer Str. 90, 15.00 Uhr: Gedenktafel Arno Philippsthal, Oberfeldstr. 10, 15.00 Uhr: Stolpersteine Familie Guthmann, Lemkestr. 156 (Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und BO Marzahn-Hellersdorf)

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9. November – Gedenkveranstaltung am Jahrestag der Novemberpogrome

Wir gedenken am 9.November 2021 auch in diesem Jahr der Opfer der Novemberpogrome 1938.

„Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen.“

Dieses Diktum des Auschwitzüberlebenden Primo Levi bleibt uns dabei auch weiterhin präsent.


Dem Gedenken an die deutschen NS-Verbrechen Gehör zu verschaffen und Konsequenzen daraus einzufordern, bleibt die wichtigste Aufgabe für alle Antifaschist*innen. In diesem Sinne hoffen wir, möglichst viele von Euch am 9. November bei der Gedenkkundgebung in Moabit zu sehen.
Gemeinsam mit Zeitzeug*innen, Vertreter*in von verschiedensten Initiativen und mit musikalischer Unterstützung wollen in unserem antifaschistischen Gedenken, Handeln und Eingreifen nicht müde werden und auch dieses Jahr auf die Straße gehen.

Am 9. November 1938 fanden die Novemberpogrome ihren Höhepunkt. Im deutschen Herrschaftsbereich wurden Jüdinnen*Juden vergewaltigt, inhaftiert, verschleppt und ermordet. Jüdische Geschäfte, Wohnungen, Gemeindehäuser und Synagogen wurden geplündert, zerstört und in Brand gesetzt. Auf den Straßen entfesselte sich der deutsche antisemitische Terror, der in der Nacht staatlich angestoßen und orchestriert wurde. SA und SS führten unterstützt durch Polizei und Feuerwehr die Morde, Brandstiftungen und Verwüstungen an. Die nicht-jüdische Bevölkerung beteiligte sich an dem Pogrom oder stimmte mit ihrem Schweigen zu. Insgesamt wurden in den Tagen um den 9. November 1.300 Jüdinnen*Juden ermordet, über die Hälfte der Gebetshäuser und Synagogen in Deutschland, Österreich und dem annektierten Sudetenland wurden zerstört. Ab dem 10. November erfolgte die Deportation von 30.000 Jüdinnen*Juden in Konzentrationslager. Die Pogrome waren Wegbereiter für die Shoah.

Gedenkkundgebung
9. November 2021 | 18.00 Uhr | Mahnmal Levetzowstraße | Moabit
http://9november.blogsport.eu/

Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg
Rosa-Luxemburg Platz | Berlin-Mitte
12.September 2021
12:00 – 22:00 Uhr

Zuvor:
10:00 Uhr: Die Kolonialausstellung 1896 im Treptower Park. Ein Rundgang mit Christian Kopp
Alt-Treptow 1, Archenhold-Sternwarte
Im Anschluss:
11:00 Uhr Antifaschistischer Fahrradkorso zum Rosa Luxemburg Platz
Das Koloniale Erbe im Berliner Stadtbild – Spurensuche zu Verbrechen und Widerstand
 
Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten am 9. September 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. In den letzten Jahren haben sie ihr Vermächtnis in unsere Hände gelegt. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute alljährlich am 2. Sonntag im September das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

Wie jedes Jahr erwarten euch interessante Podiumsdiskussionen zu Antifaschismus, Antirassismus, ein tolles Musikprogramm, Ausstellungen und ein nette Umgebung. Und das Wetter wird gut …

P:S.: Vergesst nicht, dass im Moment die aktuellen Pandemie- Bestimmungen gelten!

Weiterlesen >>>

„Es war doch so ein schöner Sommertag.“

Foto: Moskau am 22. Juni 1941 (Viktor Shagin)

Der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22.6.1941
Kundgebung | 22. Juni 2021 auf dem Bebelplatz von 17 bis 22 U
hr

Hier geht es zum Programm >>>>

Den 8. Mai in Berlin auch zukünftig als offiziellen Feiertag begehen!

20. April 2021

Plakat "Tag der Befreiung" - 8. Mai - Tag der
            Befreiung

Liebe Freund:innen,

diesen offenen Brief, er schließt an an unseren Brief vom vergangen Jahr an, werden wir ab heute an die demokratischen Berliner Parlamentarier:innen verschicken. Wir würden uns freuen, wenn auch ihr ihn mit einer kleinen persönlichen Bemerkung an „eure“ Parlamentarier:innen, Freund:innen und Organisationen weiterleitet.

Eure Berliner VVN-BdA e.V.

Offener Brief an den Berliner Senat und die demokratischen Abgeordneten Berlins

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben:

Den 8. Mai in Berlin auch zukünftig als offiziellen Feiertag begehen!

Der 75. Jahrestag der Befreiung war in Berlin 2020 einmalig ein offizieller Feiertag und arbeitsfrei. Das war eine richtige und sinnvolle Geste, aber dies reicht noch nicht aus – feiern kann und sollten wir die Befreiung und den Frieden doch in jedem Jahr und das nicht nur in Berlin. Noch dazu war im vergangenen Jahr der 8.Mai wegen der Corona-Pandemie nicht wirklich feierlich, wir sollten ja zu Hause bleiben.

Deshalb fordern wir den Berliner Senat auf, seine Initiative den 8. Mai als Feiertag zu begehen, in den kommenden Jahren zu verstetigen. Der. 8. Mai 2023 arbeitsfrei, ein Montag und damit der Höhepunkt eines schönen langen Wochendes, wäre ein toller Start.

Es wäre die Gelegenheit zu demonstrieren, wie wichtig dieser Feiertag für unsere Demokratie wirklich ist. Von Berlin nahm der NS-Terror seinen Anfang und hier endete er auch. Gerade hier muss die Befreiung, der erste Tag des Friedens, gefeiert werden.

Das fordert die VVN-BdA auch in ihrer Petition an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesratspräsident Dietmar Woidke und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bislang von über 122.000 Menschen unterschrieben worden ist. >>> http://change.org/8Mai

Die politischen Mehrheitsverhältnisse sollten im Moment noch für einen entsprechenden Entschluss ausreichen. Damit könnten alle Pläne, die 2020 geplatzt sind, schließlich doch noch verwirklicht werden.

Berlin könnte mit gutem Beispiel vorangehen: Gerade in Berlin hat das Corona-Virus das offizielle Gedenken von Bundestag und Bundesregierung, Abgeordnetenhaus und Senat, aber auch von zahlreichen Parteien und Initiativen in diesem Jahr schon zum zweiten Mal fast zum Erliegen gebracht. Dabei hätte es ein eindrucksvoller Tag werden sollen.

Überlegen Sie, wen die Stadt Berlin in den kommenden Jahren aus dem In-und Ausland einladen und zu Wort kommen lassen könnte. Fragen Sie uns, wir haben Ideen, aber auch in den nächsten Jahren nicht die finanziellen Mittel, um den Tag der Befreiung gebührend zu würdigen.

Zudem sind dies die allerletzten Jahre in denen die letzten überlebenden Befreier*innen, Zeitzeug*innen und Befreiten zu Wort kommen können. Würdigen Sie das Wirken und (Über)leben dieser Menschen und der Generationen, die nach ihnen kamen. Und setzen Sie ein Zeichen unseres Dankes an die Alliierten!

Darüber hinaus wäre ein Feiertag am 8. Mai eine angemessene Geste, um sich bei all jenen mit einem arbeitsfreien Tag zu bedanken, die während der Pandemie die Last des Corona-Ausnahmezustands besonders stark zu tragen haben: Den Verkäufer*innen, Transportarbeiter*innen, Krankenpfleger*innen und Ärzt*innen – all jenen, die nicht nicht zuhause bleiben können und bei einer hohen Arbeitslast sich selbst der Gefahr des Virus aussetzen.

Machen Sie aus dem 8. Mai ein Fest der Befreiung und der Demokratie!

Wir zählen auf Sie!

Berlin, 20. April 2021,

Berliner VVN-BdA e. V.

Markus Tervooren | Geschäftsführer 
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. [Berliner VVN-BdA e.V.)

Magdalenenstraße 19 | 10365 Berlin | Tel.: +49 (0)30 55 57 90 83-0 | Fax: +49 (0)30 55 57 90 83-9

http://berlin.vvn-bda.de | berlin@vvn-bda.de

3. März 2021:

Pressemitteilung „Kein Freistellungsbescheid zur Gemeinnützigkeit jetzt auch für Berliner VVN-BdA e.V?“

Seit Herbst 2020 liegen dem Berliner Finanzamt für Körperschaften I alle Unterlagen vor, die im Rahmen der Steuererklärung einzureichen waren, um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit der Jahre 2017 – 2019 für die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu prüfen. Nun, Monate später, erfolgte erst auf Nachfrage die mündliche Mitteilung, dass ein Bescheid zwar existiere, aber der Berliner VVN-BdA nicht zugesandt werden dürfe. O-Ton Finanzamt: „Sie wissen schon warum.“
[weiterlesen]

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Veranstaltungen zum 27. Januar 2021 in Berlin

Veranstaltungen zum 27. Januar 2021

Auch am 27. Januar – Kein Gedenken an die Opfer des Naziregimes zusammen mit der AfD! Update 2021

14. Januar 2021

Im Januar 2019 hatten wir anlässlich des internationalen Holocaust Gedenktages / Tag der Opfer des Faschismus  untenstehenden offenen Brief, Am 27. Januar – Kein Gedenken an die Opfer des Naziregimes zusammen mit der AfD!, der sich an die Berliner demokratischen Politiker*innen auf Landesebene, die Bezirksbürgermeister*innen, die demokratischen Stadträt*innen und BVV-Fraktionen, an alle, die bezirkliche und städtische Gedenkveranstaltungen ausrichten, richtete, veröffentlicht.

Er wurde von zahlreichen Überlebenden des Naziregimes und Nachfahren von Opfern des deutschen Faschismus unterzeichnet. Sie brachten zum Ausdruck, wie schmerzhaft und unerträglich für sie die Teilnahme von Vertreter*innen der AfD an den Gedenkveranstaltungen an die Befreiung der letzten überlebenden Häftlingen des Vernichtungslager Auschwitz ist. Einige von Ihnen sind mittlerweile verstorben.

Wir und sie hatten gehofft, dass die demokratischen Volksvertreter*innen energischer, lauter und öffentlicher gegen die mittlerweile garnicht mehr so schleichende Normalisierung der provokativen Teilnahme von Nationalist*innen, Rassist*innen und Antisemit*innen am Gedenken an die Opfer des NS vorgehen würden.

Im Gegenteil, die Überbringer*innen der schlechten Nachricht und jene die sich entschieden der Teilnahme der AfD in den Weg stellen, werden als die eigentlichen Störenfriede behandelt – so geschehen zum Beispiel zum Beispiel auf dem Parkfriedhof in Marzahn-Hellersdorf.

Dort hinderte die Polizei mit einer Hundestaffel am 25. Januar 2020 Antifaschist:innen, unter ihnen Überlebende des NS-Terrors und Angehörige und Nachfahren von NS-Opfern und antifaschistischen Widerstandskämpfer:innen an der Teilnahme an der bezirklichen Gedenkveranstaltung. Auch Vertreter.innen des Bezirksamts, der Bezirksverordnetenversammlung, der demokratischen Parteien, standen vor abgesperrten Friedhofstoren und Polizeiketten. Zweck dieses skandalösen und zutiefst würdelosen Vorgehens der Berliner Polizei unter Innensenator Geisel (SPD) war es, den Vertreter:innen der AfD eine ungestörte Kranzniederlegung zu ermöglichen. Sie wurden von Zivilbeamten des LKA eskortiert. Im Jahr zuvor hatten Antifaschist:innen die AfD daran gehindert an der Kranzniederlegung am Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Zwangsarbeit teilzunehmen und damit die Würde des Tages und der Opfer des Faschismus bewahrt.

Wir appellieren auch 2021 an alle demokratischen Volksvertreter*innen:
Laden Sie die AfD vom Gedenken aus!

Und reden Sie darüber in ihren Ansprachen!
Berliner VVN-BdA e.V., 14. Januar 2021

weiter:

Auch am 27. Januar – Kein Gedenken an die Opfer des Naziregimes zusammen mit der AfD! Update 2021

Älteres:

 

Alles neu macht der Mai! Bitte unterschreibt unsere Petition und teilt sie mit allen die ihr kennt!

Hier geht es zur Petition: https://www.change.org/8Mai

Eure  Berliner VVN-BdA

 
 
 
 
 

Ich überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen.

Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 75 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

  • AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten,
  • das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,
  • einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden,
  • Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen,
  • die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
  • die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden.

Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.

Deshalb: Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!

Esther Bejarano und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

Liebe Besucher_innen!

Seit  dem 1. Juli 2015 ist unser Büro und das der Bundesvereinigung in Lichtenberg zu finden:

Magdalenenstraße 19, 10365 Berlin,

erreichbar über den U-Bahnhof Magdalenenstraße

(3 Minuten zu Fuß, Innenhof, Erdgeschoss)

Tel.: +49 (0)30 55 57 90 83-0

Fax:  +49 (0)30 55 57 90 83-8  

E-Mail:berlin@vvn-bda.de oder über  berliner-vvn-bda@antifa-net.de

Unser Internetauftritt ist noch im Aufbau. Diese Seiten werden sich in den nächsten Wochen weiter füllen. Wir wollen euch über unsere neuesten Vorhaben und Veranstaltungen informieren, Ininitiativen vorstellen, an denen die Berliner VVN-BdA beteiligt ist oder auch solche, die wir für gut und unterstützenswert halten . Wir werden euch auch eine Mediathek und ein kleines Archiv über die Berliner VVN-BdA e.V. zur Verfügung stellen.

Mit antifaschistischen Grüßen, Berliner VVN-BdA e.V.

Die  Berliner VVN-BdA ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen. In Berlin haben wir etwa 700 Mitglieder, bundesweit sind es etwa 7.000. (Hier findet ihr die Seite der Bundesvereinigung)

    Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Dass dieser Schwur der befreiten Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald bis heute aktuell bleiben würde, hat damals, im April 1945, niemand geahnt. Er ist unverändert gültiges Leitmotiv der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA).

 

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