Gedenkkundgebung 9. November

19. Oktober 2017

„Es ist geschehen und folglich
kann es wieder geschehen.“
Primo Levi

79  Jahre nach den Novemberpogromen

Solidarität mit den Opfern des deutschen Antisemitismus & Rassismus

9. November 2017, 17 Uhr

Mahnmal Levetzowstraße, Berlin Moabit

Gedenkkundgebung
und anschließend
antifaschistische Demonstration in Moabit

 

Es redet u. A. Kurt Hillmann (geb. 1933)

»Natürlich sollte ich als Jude einen Stern tragen, aber mein Vater hat gesagt: ›Dat wird nischt getragen!‹«

Aufruf:

Je weiter ich Richtung Ku’damm ging, desto mehr Menschen waren auf der Straße. Auf einmal knirschten Glasscherben unter meinen Schuhen. Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass die Fenster aller jüdischen Geschäfte eingeschlagen waren. Vor einem Laden standen drei SA-Männer und schauten unbeteiligt ins Leere. Ich erinnere mich, dass sie in diesem Moment nichts Menschliches an sich hatten. Ich sah zu Boden und ging weiter. Ich wollte wissen, was geschehen war – obwohl ich das Gefühl hatte, dass mein Leben vorbei wäre, wenn unsere Blicke sich treffen würden.

So beschrieb Margot Friedländer den 10. November 1938. Gedenkkundgebung 9. November weiterlesen »

Antifa Jour Fixe Oktober 2017

10. Oktober 2017

Montag, 16. Oktober, 18.30 Uhr , Café Sibylle,

Karl-Marx-Allee 72 – 10243 Berlin

Das Lied wollte meiner Stimme zu hoch werden
Martin Luther – Rebell und Reformator und dann?

Gina Pietsch (voc),
und Christine Reumschüssel (piano)

Dann wird er gegen Bauern als tolle Hunde und vollkommene Schweine hetzen, gegen Türken als Geißel Gottes, gegen Juden als Erzdiebe und Räuber, gegen Behinderte als teufelsähnlich, gegen Frauen als minderwertig wegen vieler Ausscheidung und wenig Geist.
Unpassend all das zur „Wittenbergischen Nachtigall”, wie ihn der Schuhmacherdichter Hans Sachs nennt. Besonders die Lieder waren es, die die nötigen Veränderungen beförderten, die „Marseillaise der Reformation” war dabei, wie Engels Luthers Lied „Ein feste Burg ist unser Gott” nennt. Luther meinte die „Befreiung vom römischen Joch”, das Volk meinte dazu noch ein anderes Joch. Luther meinte, zum Dulden sind die Christen bestimmt. Die Bauern meinten, sie hätten nun genug geduldet. Und langsam merkte auch er es.

Von Erfolgen und Widersprüchen eines Großen singen und erzählen Gina Pietsch (voc), und Christine Reumschüssel (piano)

ANTIFA Jour fixe der Berliner VVN-BdA

Immer am 3. Montag des Monat

Immer im Café Sibylle

Immer um 18.30 Uhr

Antifa Jour Fixe September 2017

11. September 2017

Montag, 18.September, 18.30 Uhr , Café Sibylle,

Karl-Marx-Allee 72 – 10243 Berlin

Child Survivors in Aktion

Horst Selbiger und Philipp Sonntag berichten

Unter den 6 Millionen ermordeter Juden Europas waren auch 1 1/2 Millionen Kinder. Viele Überlebende waren 1945 politisch hoch engagiert und forderten eine radikale Abrechnung mit dem Faschismus. Die wenigen 2017 noch Lebenden sind jetzt in 55 Gruppen, in 18 Ländern – von der ersten Gruppe, 1988 in den USA gegründet, kommt der Name. Horst Selbiger war 2001 Gründungsmitglied des deutschen Vereins und lange dessen Vorsitzender. Sein dramatisches Leben stellt er in einer Biografie dar, die bald in der Buchreihe: „Bittere Vergangenheit! – Bessere Zukunft?“ erscheint. Philipp Sonntag, Herausgeber der Reihe, spürt die innere Unruhe und die politischen Engagements der Child Survivors und hilft bei der Abfassung ihrer Berichte. Noch immer sind wir als Zeitzeugen in den Schulen aktiv; und noch immer lösen unsere Antennen Alarm aus bei jeder Form des offenen oder versteckten Antisemitismus.

 

 

 

ANTIFA Jour fixe der Berliner VVN-BdA

Immer am 3. Montag des Monat

Immer im Café Sibylle

Immer um 18.30 Uhr

Tag der Erinnerung und Mahnung, der zweite Sonntag im September – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg!

24. August 2017

 

 

 

 

 

 

Konferenz / Zeitzeug*innenveranstaltung / Ausstellungen

Gedenken an die Opfer des Faschismus / Antifaschistischer Fahrradkorso

Programm zum Download | Workshops zum Download

deutschland
wiedergutgemacht? 

Freitag, 8. September bis Sonntag, 10. September 2017

Technische Universität Berlin

Erinnerungskultur im Wandel
und vor neuen Herausforderungen

Antifaschistische Konferenz zum
72. Tag der Erinnerung und Mahnung

Technische Universität Berlin,

Mathematikgebäude, Straße des 17. Juni 136,
10623 Berlin –Charlottenburg,

U-Ernst Reuter-Platz, S-Tiergarten,
Bus M45, 245 und X9

Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten im Jahr 1945 die Tradition, im September der Opfer des Faschismus zu gedenken.

In den letzten Jahren haben sie ihr Vermächtnis in unsere Hände gelegt. Im Jahr 2017 begehen wir den Gedenk – und Aktionstag, wie seit vielen Jahren, am 2. Sonntag im September mit einer antifaschistischen Kundgebung.Zuvor, am Freitag und Samstag, laden wir Mitstreiter*innen aus Gedenk- und Erinnerungsinitiativen, Schulen, Universitäten, Gedenkstätten und Interessenten ein. Wir möchten auf einer Konferenz und in Workshops über Erfahrungen, Herausforderungen und Gefährdungen der antifaschistischen Erinnerungskultur(en) im 21. Jahrhundert diskutieren.

Im Januar 2018 begeht die Berliner VVN-BdA ihr 70. Gründungsjubiläum. Durch das Ableben der Zeitzeug*innen – Generation vollzieht sich ein Wandel in der Erinnerung an das Naziregime, an Verfolgung und Widerstand, an den Holocaust, den von Deutschland ausgehenden Raub- und Vernichtungskrieg und die Gefahr einer damit einhergehenden Historisierung und Musealisierung.Der anschwellende „Aufarbeitungsstolz“ und das Selbstlob wie auch die staatliche Gedenk- und Identitätspolitik zielen auf nationale Selbstvergewisserung. Zugleich mehren sich Angriffe von Rechtspopulisten und Neonazis auf Flüchtlinge und ihre Helfer*innen, aber auch auf Stolpersteine, Denkmäler, Gedenkstätten und die gegen viele Widerstände errungene Erinnerungskultur.

Gerade der mit dem Holocaust und zahlreiche, längst noch nicht „aufgearbeitete“ NS – Menschheits-verbrechen begangene Zivilisationsbruch fordert dazu heraus, das Erinnern an die NS-Vergangenheit immer wieder aufs Neue zu einer Quelle gesellschaftlicher „Selbstbeunruhigung“ zu machen.
Damit kann sie zum Ausgangspunkt einer kritischen Reflexion der Gegenwart werden. Geschichts – bewusstsein benötigt das Wissen um das Geschehene und den vergleichenden Blick auf das heute: Was ist da ähnlich?Die Berliner  Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen, ist als unabhängige und überparteiliche Institution dem Andenken an die Verfolgten des Faschismus und den Widerstandskämpfer*innen verpflichtet.

Ihr Schwur ist uns Mahnung:
Nie wieder Faschismus und Krieg!

Berliner VVN-BdA, August 2017

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Verwendungszweck: Tag der Mahnung

Spendenquittung auf Wunsch – Adresse bitte angeben

Verwendungszweck: Tag der Mahnung

Spendenquittung auf Wunsch

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