Der Vortrag bietet einen Ritt durch die Geschichte der Neonaziszene in der Berlin mit anschließender Diskussion: Welche Verbindungen hatte der NSU nach Berlin? Wie wurde ein Strausberger Querfront-Nazi Berliner NPD-Vorsitzender? Warum prügelten sich Berliner Neonazis wegen „nur 8“-Schriftzügen? War der Angriff am Ostkreuz 2024 der erste dieser Art? Warum sind Neonazis in Berlin gerade eher (ir)relevant? Und was hat das alles mit der Zivilgesellschaft zu tun?
Der Vortrag wirft einen ausführlichen Blick auf die unterschiedlichsten Entwicklungen der Berliner Neonaziszene in den vergangenen 35 Jahren, beschreibt Strategien und Kampagnen und zeigt an ausgewählten Personen, wie Wissensweitergabe in der Szene funktioniert.
Es wird darüber hinaus um die Wahlerfolge, Angriffe und auch Morde gehen und das Ganze wird in den zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet.
Zum Schluss wollen wir über Möglichkeiten der Gegenwehr diskutieren.
Der Vortrag finde im Rahmen des Antifa Jour-Fixe der Berliner VVN-BdA statt.
Für Freitag, 13. Februar 2026 plant die VVN-BdA in Berlin um 17.00 eine Kundgebung vor der ungarischen Botschaft in Berlin
Die von VVN-BdA und KZ-Verband Wien geplante gemeinsame Bus-Anreise zur Gedenkfeier der MEASZ / FIR am Samstag, 14. Februar 2026, muss leider abgesagt werden. Die ungarischen Behörden haben, unter Bruch sämtlicher rechtsstaatlicher Regeln, die Gedenkfeier der MEASZ untersagt. Sie berufen sich dabei auf eine neue Verordnung der Regierung Orban, nach welcher alles, was nur im entferntesten mit Antifaschismus zu tun hat, zu verbieten sei.
Geplant und angemeldet war eine Gedenkfeier beim Shoah-Denkmal in Budapest (Schuhe am Donauufer, Cipők a Duna-parton), das an die Ermordung von Budapester Juden und Jüdinnen durch Pfeilkreuzler 1944/1945 erinnert. Gesprochen hätte dabei auch die Zeitzeugin und Überlebende Katalin Sommer. Dem Opferverband MEASZ und einer Zeitzeugin eine Veranstaltung mit dem Hinweis auf Antifaschismus zu verbieten ist ein Skandal.
Die Kamerad:innen in Ungarn gehen gegen diese Einschränkung der Meinungsfreiheit gerichtlich vor. Da eine Anreise zu einer untersagten Gedenkfeier aber für VVN-BdA und KZ-Verband Wien nicht vertretbar ist, wurde die Busreise abgesagt. Alle, die ein Bus-Ticket erworben haben, mögen sich bitte per Mail melden, um den Betrag zurückzuerhalten.
Unser Schwestern-Verband MEASZ lädt nun für Freitag, 13. Februar, 15.00 zu einer Gedenkfeier beim Märtyrerdenkmal, Budapest, Vizafogó. Da werktags das Interesse geringer sein wird, haben wir dafür aus Wien keinen Bus organisiert, sondern die Anreise erfolgt individuell.
Protest Um gegen die ungeheuerliche Vorgangsweise der Ungarischen Behörden und Regierung zu protestieren sind folgende Protestkundgebungen bei Botschaften geplant: – Für Freitag, 13. Februar plant die VVN-BdA in Berlin um 17.00 eine Kundgebung vor der ungarischen Botschaft in Berlin. – Für Samstag, 14. Februar 13.00 plant der KZ-Verband Wien eine Protestkundgebung vor der Ungarischen Botschaft
Gegen jeden Antisemitismus, Antiziganismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit!
27. Januar 2026
Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten sowjetische Truppen das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, das zum Symbol des Holocaust und der Mordmaschinerie des deutschen Faschismus wurde.
Allein in Auschwitz wurden 1,5 Millionen Menschen ermordet, darunter mindestens 1,1 Millionen europäische Jüdinnen und Juden. Zu den Ermordeten gehörten auch Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, politische Gegner*innen, als „asozial“ Diffamierte und Homosexuelle. Millionen weitere wurden in anderen Vernichtungslagern und Ghettos, durch Erschießungskommandos, Aushungern und Todesmärsche ermordet.
Die beispiellose industrielle Vernichtung von Millionen Menschen ist historisch einzigartig. Auch daran haben Konzerne verdient, so wie die IG Farben mit dem Betrieb des Komplexes Monowitz und der Herstellung des Giftgases Zyklon B.
Wir gedenken heute aller Opfer des deutschen Faschismus. Es ist eine unserer zentralen Aufgaben, das Gedenken an die Ermordeten wach zu halten – besonders jetzt, wo die Erinnerung an sie zu verblassen droht und nur noch wenige Zeitzeug*innen von den Gräueln berichten können.
Wir erneuern unseren Dank an die Rote Armee, die dem Morden in Auschwitz ein Ende bereitete. Erst durch den gemeinsamen Kampf alliierter Soldat*innen, Widerstandskämpfer*innen und Partisan*innen aus vielen Ländern konnte der deutsche Raub- und Vernichtungsfeldzug erst beendet werden.
Das Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus ist für uns stets Mahnung und Auftrag, das historische Wissen der folgenden Generationen zu stärken und Fälschungen entgegenzutreten. Wenn Unrecht und Ausgrenzung zur Normalität werden, gegen Geflüchtete gehetzt wird, Menschen ihrer Rechte und ihrer Würde beraubt und die Verbrechen der Nazis relativiert oder gar verherrlicht werden, müssen sich alle demokratischen Kräfte diesen Tendenzen widersetzen. Denn: Es fing nicht mit den Gaskammern an, sondern mit Ausgrenzung und politischer Repression, mit Berufsverboten, medialer Hetze und rassistischen Gesetzen. Was geschehen ist, konnte nur geschehen, weil ein großer Teil der Deutschen sich direkt oder indirekt am Morden beteiligte und noch viel mehr wegsahen und Nazi-Terror, Vernichtungskrieg und Völkermord hinnahmen. Nie wieder! darf nicht Phrase bleiben, sondern muss die gesellschaftlichen Debatten und das Handeln leiten.
Nie wieder! heißt, aktiv zu werden, wenn Menschen aufgrund äußerer Merkmale, Herkunft, sexueller Orientierung, ihres Glaubens oder ihrer politischen Orientierung diskriminiert werden. Wir stehen fest an der Seite derer, die von Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit oder Behindertenfeindlichkeit betroffen sind.
Nie wieder! heißt, die Kriminalisierung und Repression gegen Antifaschist*innen zurückzuweisen.
Nie wieder! heißt, sich dafür einzusetzen, dass die AfD verboten wird!
Bundesausschuss der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.
Freitag | 30. Januar 2026 | 19.00 Uhr | Aquarium (Südblock) Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin- Kreuzberg >>> U-Kottbusser Tor
Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste | International Federation of Resistance Fighters – Association of Anti-fascist | Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten
Die Berliner VVN-BdA lädt am 30. Januar, de, 93. Jahrestag der Machtübergabe an die Nazis, einem verhängnisvollen Datum deutscher Geschichte, zu einem Gespräch über internationale Erfahrungen und Ansätze für Gegenstrategien ein. Als Gesprächspartner:innen stehen an diesem Abend Regina Girod, Vizepräsidentin der FIR, und Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, zur Verfügung.
Wenn deutsche Medien über Europa berichten, geht es meist um die Frage, ob und wie weit einzelne Regierungen dem politischen Kurs der EU-Kommission in Bezug auf den Krieg in der Ukraine, die Haltung gegenüber den USA oder die innereuropäischen Machtverhältnisse folgen. Antifaschistinnen und Antifaschisten aber müssen die Entwicklung jener Länder in den Blick nehmen, in denen extreme Rechte bereits die Regierungsmacht erobert haben, wie Viktor Orbán in Ungarn und Giorgia Meloni in Italien. Zudem gibt es nach den letzten Wahlen im europäischen Parlament drei Fraktionen der extremen Rechten, die faktisch dessen drittstärkste Kraft bilden. Auch konnten Parteien aus diesem Spektrum in den letzten Monaten bei nationalen Parlamentswahlen ihren Einfluss ausbauen, unabhängig davon, ob sie anschließend an der Regierung beteiligt wurden oder nicht. Welche innenpolitischen Veränderungen haben extreme Rechte im parlamentarischen System ihrer Länder auf den Weg gebracht und was bedeutet das für die Demokratie, auch in Europa? Diese Fragen stehen seit langem im Mittelpunkt des Austausches der Mitgliedsorganisationen der FIR, in den auch Erfahrungen aus jenen Ländern einfließen, in denen antifaschistische und demokratische Kräfte solche Entwicklungen verhindern konnten. Die Veränderungen in Europa und der Welt spiegeln sich auch in unserem Land wider, trotz vielfältigen Widerstands schreitet die Rechtsentwicklung voran. Die Vernetzung aller, die sich der Bedrohung widersetzen, muss verstärkt werden.
Frühjahrsputz der Berliner VVN-BdA Friedhof Friedrichsfelde VdN-Anlage 2026
--- vorläufige Termine --- Samstage
11. April 2026 18. April 2026 25. April 2026 16. Mai 2026 jeweils 13 – 16 Uhr
Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde haben sehr viele der Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes ihre letzte Ruhestätte. 824 Grabstätten gibt es im vorderen Teil des Ehrenhains in Friedrichsfelde. Liegezeiten sind abgelaufen – Angehörige fehlen – wer kann sich um die Pflege kümmern? Gräberpflege ist Gedenkarbeit! Geräte sind vor Ort, es kann aber nicht schaden, wenn Einzelne noch kleine Schaufeln und ähnliches mitbringen. Helfer* sind jederzeit willkommen
Eine PDF-Version des Aufrufs zum Ausdrucken und Sammeln
von Unterschriften gibt es hier
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Die Berliner VVN-BdA hat anlässlich des 9. Mai 2021 mit einem antifaschistischen Fahrradkorso auf eben jene Kontinuitäten hingewiesen. Die Tour führte dabei vom sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Schönholz über das Mahnmal im Tiergarten nach Treptow.
9. Mai 2021 – 76. Jahrestag des Sieges Wir feiern mit einem antifaschistischen Fahrradkorso!