Veranstaltungen zum 81. Jahrestag der Befreiung der letzten überlebenden Häftlinge des Vernichtungslager Auschwitz
20. Januar 2026

Am 27. Januar 1945 – vor 81 Jahren – befreite die Rote Armee das deutsche Vernichtungslager Auschwitz, bzw. die letzten überlebenden Häftlinge. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus/ Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust finden in Berlin zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Einige, darunter natürlich auch Veranstaltungen der VVN-BdA, aber auch einige andere haben wir hier aufgelistet. Es sind sehr viele, wir können sie nicht alle auflisten Wir werden die Liste aber in den nächsten Tagen ergänzen.
Lesestoff: Im Unterschied zu abstrakten Begriffen wie „Holocaust“, „Schoa“ und „Genozid“ bezeichnet das Wort „Auschwitz“ im Sinne Adornos seither einen konkreten Ort und meint zugleich die nicht vorstellbare Vernichtung von Personen und die Auslöschung ihrer Namen .Interessanter Text, gefunden beim Jüdischen Museum: https://www.jmberlin.de/holocaust-gedenktag-und-jom-ha-schoa
Der 2025 verstorbene Soziologe Y. Michal Bodemann forderte übrigens 1999: Schafft diesen Gedenktag wieder ab! https://taz.de/Schafft-diesen-Gedenktag-wieder-ab/%211305122/
- Freitag | 23. Januar 2026 | 15.00 Uhr | Greifstraße 16, 12487 Berlin – Johannisthal | Stolperstein-Verlegung in Johannisthal für die Familie Levi
- Dienstag | 27. Januar 2026 | 12.30 Uhr| an der Open-Air-Ausstellung am Ort des ehemaligen Zwangslagers, Otto-Rosenberg-Straße 1, 12681 Berlin-Marzahn | Einladung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
- Dienstag | 27. Januar 2026 | 13.30 Uhr | Treffpunkt: Gedenkstele für Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstands, Koppenstraße/Ecke Singerstraße, 10243 Berlin -Friedrichshain | Gedenken – 81 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
- Dienstag | 27. Januar 2026 | 15:00 – 16:00 Uhr | Raum 031 | Akademie der Gesundheit, Schwanebecker Chausse 4/E-H | 13125 Berlin-Buch | Gedenkveranstaltung für die Opfer der Krankenmorde während des Nationalsozialismus in Berlin-Buch
- Dienstag | 27. Januar 2026| 16:15 Uhr | Gedenkort Eichborndamm, Eichborndamm 238 – 240, 13437 Berlin- Reinickendorf | 81 Jahre Befreiung von Auschwitz | Unsere Veranstaltung findet im Gegensatz zur offiziellen Veranstaltung ohne Beteiligung der AfD statt
- Dienstag | 27. Januar 2026| 19:00 Uhr | Topographie des Terrors – Auditorium | Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg | Das Massaker von Babyn Jar 1941: Zeitzeuginnengespräch mit Switlana Petrowskaja | KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
- Dienstag | 27. Januar 2026 | 19 Uhr | Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79-80 | 10623 Berlin | Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus | Gespräch mit der Autorin Miriam Rebhun aus Neapel
- Dienstag | 27. Januar 2026 |18 Uhr | Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus, Berliner Straße 121, 13187 Berlin Pankow | Für ein gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus – 27. Lichterkette anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 2026
- Dienstag, 27. Januar 2026 | 17:00 Uhr | Ehrenmal für die Opfer des Faschismus auf dem Loeperplatz, 10367 Berlin-Lichtenberg | 27. Januar 2026 – Gedenkkundgebung zum Jahrestag der Auschwitzbefreiung
- Dienstag | 27. Januar 2026| GEDENKORT GÜTERBAHNHOF MOABIT, Ellen-Epstein-Straße 1 oder Quitzowstraße 23, 10559 Berlin-Moabit | Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
- Freitag | 30. Januar 2026 | 19.00 Uhr | Aquarium (Südblock) Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin- Kreuzberg | Zur Lage in Europa – Ein Gespräch über Erfahrungen und Strategien
antifaschistischer Organisationen | 75 Jahre Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste | International Federation of Resistance Fighters – Association of Anti-fascist | Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten - Freitag, 30. Januar 2026, um 18 Uhr in den Räumen des Britzer Bürgervereins e. V., im Diakoniehaus Britz, Buschkrugallee 131 (Nähe U-Bhf. Blaschkoallee) Hufeisern gegen Rechts lädt ein: „Antisemitismus – ein Angriff auf uns alle!“ Die Politikwissenschaftlerin Lisa Leichthammer wird mit uns über Antisemitismus als allgegenwärtiges gesellschaftliches Phänomen diskutieren
Freitag | 23. Januar 2026 | 15.00 Uhr | Greifstraße 16,
12487 Berlin – Johannisthal
Stolperstein-Verlegung in Johannisthal
für die Familie Levi
Mit Stolpersteinen an die Opfer der Nazi-Barbarei zu erinnern, hat sich die Stolperstein-Initiative vom Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Treptow e. V. (BdA) zur Aufgabe gemacht. In Johannisthal wurden bereits sieben solcher Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus ins Straßenpflaster eingesetzt. Sie liegen vor den Häusern Königsheideweg 269, Herrenhausstr. 9 und Breiter Weg 6.In der Greifstraße Nr. 16 wohnten Moritz und Frieda Levi mit ihren Kindern Chaim und Siegbert, bevor sie nach der Machtübernahme der Nazis Deutschland für immer verließen. In diesem Haus hatten sie sich auf ihre Flucht nach Palästina vorbereitet. Chaim Levi war 1934 der erste aus der Familie Levi, dem sie gelang. Ein Jahr später folgten ihm seine Eltern Moritz und Frieda gemeinsam mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Siegbert. Noch rechtzeitig dem NS-Terror entronnen, bauten sie sich in Palästina ein neues Leben auf, arbeiteten in der Landwirtschaft, bekamen Kinder und Enkelkinder.Wenn wir der Familie Levi am 23. Januar 2026 gemeinsam mit ihren aus Israel angereisten Angehörigen gedenken, steht das symbolisch auch für alle Opfer des deutschen Faschismus. Erinnerung und Mahnung zugleich, gerade jetzt. An der feierlichen Verlegung dieser vier neuen Stolpersteine im Vorfeld des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar beteiligen sich Schülerinnen und Schüler des Gebrüder-Mongolfier-Gymnasiums in Johannisthal.
BdA TREPTOW STOLPERSTEINE Treptow Köpenick
Dienstag | 27. Januar 2026 | 12.30 Uhr| an der Open-Air-Ausstellung am Ort des ehemaligen Zwangslagers,
Otto-Rosenberg-Straße 1, 12681 Berlin-Marzahn Einladung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages laden die Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn in Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Kreisverband Ost zu einer gemeinsamen Gedenkstunde am Dienstag, dem 27. Januar 2026, um 12.30 Uhr an der Open-Air-Ausstellung am Ort des ehemaligen Zwangslagers, Otto-Rosenberg-Straße 1, 12681 Berlin-Marzahn ein.
Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Wie kein anderer Ort symbolisiert Auschwitz die Verbrechen des Nationalsozialismus und die rassistische Politik der Vernichtung von sechs Millionen europäischer Juden sowie einer halben Million Sinti und Roma. In diesem Vernichtungslager wurden von 1940 bis 1945 mindestens 1,1 Millionen Menschen aus unterschiedlichen Nationen ermordet.
Unter dem Eindruck von grassierendem Geschichtsrevisionismus und dem Erstarken menschen- wie demokratiefeindlicher Kräfte ist das Gedenken an diese Opfer im Jahr 2026 aktueller und dringender denn je!
Begrüßung
PETRA ROSENBERG
1. Vorsitzende der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn
Grußworte
NADJA ZIVKOVIC
Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf
STEVEN KELZ
Sprecher Bündnis für Toleranz und Demokratie am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
REINHARD WEISE
Vorsitzender Deutscher Gewerkschaftsbund Kreisverband Ost
Kranzniederlegung an der Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn
Musikalische Umrahmung
LELLO FRANZEN, Gitarre
JANKO LAUENBERGER, Gitarre
https://www.gedenkstaette-zwangslager-marzahn.de/aktuell/einladung-zum-gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus-2.html
Dienstag | 27. Januar 2026 | 13.30 Uhr | Treffpunkt: Gedenkstele für Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstands, Koppenstraße/Ecke Singerstraße, 10243 Berlin -Friedrichshain
Gedenken – 81 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
Am 27. Januar vor 81 Jahren befreiten Soldaten der sowjetischen Armee das deutsche Vernichtungslager Auschwitz. Was sie dort vorfanden, lässt uns noch heute den Atem stocken vor Abscheu und Entsetzen. Wir möchten Sie einladen, gemeinsam mit uns an diesem Tag an Menschen zu erinnern, die Nachbar:innen waren in diesem Kiez und ermordet oder in die Emigration getrieben wurden, die Zwangsarbeit leisten oder sich verstecken mussten, die sich zu Widerstand entschlossen oder Verfolgten Schutz gaben.
Redebeiträge
von Schüler:innen des Andreas-Gymnasiums und der Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann
Gemeinsamer Spaziergang zu Stolpersteinen in der Umgebung. Lernen Sie die Schicksale der Menschen kennen, an die hier erinnert wird. Wer unterwegs mit uns die Stolpersteine reinigen möchte: Bitte ein handelsübliches Metallreinigungsmittel und Lappen mitbringen!
Basisorganisation Friedrichshain-Kreuzberg VVN-BdA https://fhain-xbg.vvn-bda.de/
Dienstag | 27.01.2026 | 15:00 – 16:00 Uhr | Raum 031 | Akademie der Gesundheit, Schwanebecker Chausse 4/E-H | 13125 Berlin-Buch
Gedenkveranstaltung
für die Opfer der Krankenmorde während des Nationalsozialismus in Berlin-Buchanlässlich des internationalen Gedenktages der Opfer des Holocaust und 120 Jahre nach Eröffnung der Bucher Einrichtungen
organisiert von Azubis der Akademie der Gesundhei
Wir laden Sie herzlich ein zum gemeinsamen Gedenken
Redebeiträge
- Herr Prof. Dr. Thomas Beddies, Charité – Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
- Dr. Gisela Grunwald, Mitglied im Förderkreis Gedenkort T4, VVN-BdA Pankow
- Lesung aus Tagebüchern und Patient:innenbriefen
- Gemeinsame Schweigeminute und Kranzniederlegung
- Spaziergang zu den Denkmälern auf dem Gelände
Um ein wenig Überblick zu haben, bitten wir Sie uns bis 20.01.2026 Rückmeldung über ein Teilnehmen zu geben. Rückmeldung an valeria-liedtke@t-online.de, Azubi im Fachbereich Ergotherapie, Akademie der Gesundheit)
Dienstag | 27. Januar 2026| 16:15 Uhr | Gedenkort Eichborndamm, Eichborndamm 238 – 240, 13437 Berlin- Reinickendorf
81 Jahre Befreiung von Auschwitz
Am 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 81. Mal. Als eines der grausamsten und größten Vernichtungslager der Nazis steht Auschwitz als Mahnmal das an die menschenfeindliche Rassen-Ideologie der Nazis erinnert, der auch viele Menschen mit Behinderungen zum Opfer fielen.
Das Bündnis Reinickendorf gegen Rechts lädt daher auch dieses Jahr zum Gedenken an diese Opfer am ehemaligen Standort der Nervenklinik Am Wiesengrund ein.
Hier wurden 175 Kinder aus rassenideologischen Gründen weggesperrt und gequält. 81 von ihnen wurden ermordet.
Unsere Veranstaltung findet im Gegensatz zur offiziellen Veranstaltung ohne Beteiligung der AfD statt. Damit möchten wir ein klares Zeichen gegen die AfD und ihre menschenverachte
Einstellungen setzen. Die AfD vertritt offen Positionen, die Menschen mit Einschränkungen klar ausgrenzen und verachten. Im Gegensatz zur offiziellen Veranstaltung der BVV findet unsere Gedenken ohne Beteiligung der AfD statt. Wir laden alle Demokrat*innen ein, mit uns am 27.1.2026 um 16:15 Uhr am Eichborndamm 238 – 240 zu erinnern, zu gedenken und zu mahnen.
BÜNDNIS REINICKENDORF GEGEN RECHTS
https://www.reinickendorf-gegen-rechts.de
Dienstag | 27. Januar 2026| 19:00 Uhr | Topographie des Terrors – Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-KreuzbergDas Massaker von Babyn Jar 1941: Zeitzeuginnengespräch mit Switlana Petrowskaja
Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus laden die Stiftung Topographie des Terrors, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI zu einem Zeitzeugingespräch ein.
Vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion lebten in Kyjiw, der Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik, 850.000 Menschen, etwa ein Viertel waren Jüdinnen und Juden. Viele von ihnen flüchteten vor den deutschen Truppen, die Kyjiw am 19. September 1941 einnahmen. Am 29. und 30. September wurde die nahe der Stadt gelegene Schlucht Babyn Jar Ort der umfangreichsten Massenerschießung des Holocaust. 33.771 Männer, Frauen und Kinder meldeten die Täter anschließend als erschossen nach Berlin. Bis Sommer 1943 ermordeten die Deutschen in und um Babyn Jar insgesamt bis zu 100.000 Menschen.
In seiner Einführung gibt Christian Schmittwilken einen Überblick über die nationalsozialistischen Verbrechen in Babyn Jar. Im Zentrum der Veranstaltung steht das Gespräch mit der ukrainischen Zeitzeugin Switlana Petrowskaja.
Switlana Petrowskaja ist 2022 im Alter von 87 Jahren wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nach Berlin geflohen, wo ihre Tochter Katja Petrowskaja, Autorin des Buchs Vielleicht Esther, seit 1999 wohnt. Ihre Großmutter und Tante gehörten 1941 zu den Opfern der Massenerschießung in Babyn Jar. Ihren Eltern gelang gemeinsam mit ihren beiden Töchtern die Flucht. Switlana Petrowskaja ist mehrfach ausgezeichnete Geschichtslehrerin. Sie hat sich mit ihren Schulklassen immer wieder mit dem Ort Babyn Jar auseinandergesetzt.
Christian Schmittwilken ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors.
Babette Quinkert ist Historikerin und Ausstellungskuratorin. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Geschichte des Holocaust und der Besatzungspolitik in Osteuropa.
Begrüßung: Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors
Einführung: Dr. Christian Schmittwilken, Berlin
Gespräch: Switlana Petrowskaja und Dr. Babette Quinkert, Berlin
– Eintritt frei –
Für die Veranstaltung wird eine Simultanübersetzung angeboten.
Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltungen@topographie.de
Telefon 030 254509–0
https://kontakte-kontakty.de/das-massaker-von-babyn-jar-1941-zeitzeuginnengespraech-mit-switlana-petrowskaja-27-01-2026/
KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Dienstag | 27. Januar 2026 | 19 Uhr | Jüdisches Gemeindehaus,
Fasanenstraße 79-80 | 10623 Berlin
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – Gespräch mit der Autorin Miriam Rebhun aus Neapel
Bei der Ankunft der Alliierten 1943 lebten noch 534 Juden in Neapel. Eine von ihnen ist die 19-jährige Luciana. Sie verliebt sich in einen Soldaten der jüdischen Brigade, dermit der britischen Armee nach Italien gekommen war. Er heißt Heinz Rebhun, stammt aus Berlin und war 1936 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Kurt nach Palästina ausgewandert. Wenige Monate nach ihrer Heirat ist der Krieg vorbei, Heinz muss mit seinem Bataillon nach Palästina zurück und trifft dort auf seinen Bruder, der mit der britischen Armee in Frankreich und Griechenland gewesen war.
Im Mai 1946 wird Heinz‘ und Lucianas Tochter Miriam in Neapel geboren, zwei Monate später zieht sie mit dem Kind zu ihrem Mann nach Haifa. Hier lernt sie Kurt und dessen junge Frau kennen und beginnt, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen. Doch im Januar 1948 wird Heinz bei einem arabischen Überfall auf einen Bus bei Haifa getötet. Kurt sorgt noch für die Rückfahrt der am Boden zerstörten Luciana und ihres Babys nach Neapel, bevor auch er drei Monate nach seinem Bruder im Unabhängigkeitskrieg fällt. Im Laufe der Jahre begibt sich Miriam Rebhun auf die Spuren ihrer Herkunft. Stück für Stück setzt sie die unglaubliche Geschichte ihrer Familie zusammen und hält sie in ihren Büchern fest. Anlässlich des Ge- denktages 2026 erzählt sie diese Geschichte nun in der Stadt, in der sie nach über 75 Jahren ihre Cousine Daphna wiedergefunden hat.
Gespräch mit musikalischer Begleitung
Einführung: Alessandro Turci
MIRIAM REBHUN lebt in Neapel, hat Italienisch und Geschichte am Gymnasium unterrichtet und als Zeitzeugin der zweiten Generation 2011 ihren ersten Roman »Ho inciampato e non mi sono fatta male« veröffentlicht. Ihr letztes autobiografisches Buch »La dedica« (Die Widmung) ist 2024 erschienen.
Moderation: SHELLY KUPFERBERG, geboren in Tel Aviv und aufgewachsen in Westberlin, hat Publizistik, Theater- und Musikwissenschaftenstudiert. Sie ist Journalistin, Moderatorin und Buchautorin. Ihr erfolgreicher Roman »Isidor« (2022) wird gerade für das Burgtheater in Wien adaptiert. Im März 2026 erscheint ihr Roman »Stunden wie Tage« (Diogenes).
Musik: DAVIDE INCORVAIA studierte klassisches Klavier in Mailand und Jazzklavier bei Franco D’Andrea. Seit 2008 spielt er Konzerte mit international renommierten Jazzmusikern, ist Bandleader und Sideman bei Jazzfestivals in ganz Europa und hat Alben u.a. mit Kenneth Dahl Knudsen, Roberto Manzin, Dima Bondarev und Toms Rudzinskis veröffentlicht. Seit 2014 lebt er in Berlin und spielt in den wichtigsten Jazzclubs Deutschlands.
Auf Italienisch und Deutsch mit Simultanübersetzung. Eine Veranstaltung des Italienischen Kulturinstituts Berlin in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Eintritt frei
Dienstag | 27. Januar 2026 |18 Uhr | Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus, Berliner Straße 121, 13187 Berlin Pankow Für ein gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus – 27. Lichterkette anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 2026
Redebeiträge:
- Cordelia Koch, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Pankow
- Klaus Lederer, VVN-BdA Pankow, Mitglied des Bundesrates
- Jana Sommerfeld, Schulleiterin der Schule 1 in Pankow
- Daphne Czernobilsky, Theaterregisseurin
- Vertreter der Studierendengruppe Tacheles
- Vertreter der linken Jugendgruppe Hashomer Hatzair
Schweigeminute
Kreuzung Breite Straße/Berliner Straße
19 Uhr · Andacht
Alte Pfarrkirche Pankow, Breite Straße 37
Musik:
hardCHOR“Ella“ Leitung: Bettina Kurella
Erich-Fried-Chor Leitung: Andreas Bunckenburg
Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit, des anwachsenden Antisemitismus und Nationalismus mit ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung gewaltfrei für ein solidarisches Miteinander in unserem Bezirk und darüber hinaus zu engagieren.
Es geht den Veranstaltenden nicht nur um das Gedenken für die ermordeten jüdischen Menschen und die vielen anderen Opfer. Sie wollen auch verdeutlichen, dass die Herausforderungen offensichtlich wachsen. Auch deshalb soll mit der Veranstaltung ein Beitrag für das Zusammenleben in gegenseitiger Akzeptanz geleistet werden – unabhängig von Herkunft, Religion und Lebenseinstellung. Alle Interessierten sind dazu aufgerufen, sich vor dem Hintergrund eines zunehmenden Rassismus, des anwachsenden Antisemitismus und Nationalismus mit ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung für ein solidarisches Miteinander im Bezirk zu engagieren. Im Sinne des Gedenkens wird darum gebeten, auf nationale Symbole und Parteifahnen zu verzichten. VVN-BdA Pankow, Bürgerkommission Pankow, Evangelische Kirchengemeinde Alt-Pankow
https://lichterkette-pankow.de/aktuell/lichterkette_27-januar-2026/
Dienstag, 27. Januar 2026 | 17:00 Uhr | Ehrenmal für die Opfer des Faschismus auf dem Loeperplatz,10367 Berlin-Lichtenberg
27. Januar 2026 – Gedenkkundgebung zum Jahrestag der Auschwitzbefreiung
Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust und seit 1996 in Deutschland Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Wir wollen an diesem Tag mit einer Kundgebung am Loeperplatz der Opfer des deutschen Faschismus gedenken.
Bringt bitte Blumen mit.
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Lichtenberg e.V.
https://lichtenberg.vvn-bda.de
Dienstag | 27. Januar 2026| GEDENKORT GÜTERBAHNHOF MOABIT,
Ellen-Epstein-Straße 1 oder Quitzowstraße 23, 10559 Berlin-Moabit
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Der 27. Januar ist ein Tag des Erinnerns und des Innehaltens. Er markiert die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 und steht für das Gedenken an die Millionen Menschen, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen.
Auschwitz ist zum Sinnbild des staatlich organisierten, systematischen und industriellen Massenmordes geworden. Zugleich ist die Geschichte des Holocaust an konkrete Orte in unserer Stadt eingeschrieben. Der Güterbahnhof Berlin-Moabit war ein Ort des Abschieds ohne Wiederkehr: Von hier aus wurden tausende Berliner Jüdinnen und Juden deportiert, entrechtet und ermordet. Heute erinnert der Ort als Gedenkstätte an das, was geschehen ist – und an die Verantwortung, die daraus erwächstErinnerung braucht Menschen, die sie weitertragen. Besonders junge Stimmen geben ihr eine Zukunft. Wenn sich Jugendliche mit den Geschichten der Opfer auseinandersetzen, entsteht ein Raum, in dem Vergangenheit berührt und Gegenwart befragt wird. Wir danken der AG Erinnern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag leistet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Erinnern an die Verbrechen der NS-Zeit und mit Fragen heutiger Erinnerungskultur macht sie deutlich, dass Erinnerung keine ferne Geschichte ist, sondern Teil unseres gemeinsamen Heute.
Programm der Gedenkveranstaltung
Beginn: 14:00 Uhr
- Musikalischer Auftakt mit einem Klavierstück von Jan Meyerowitz,
gespielt von Elmar Schwinn (Musiker und Lehrer an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule) - Begrüßung durch Jelisaweta Kamm (Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Mitte)
- Ansprache der Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger
- Lesung der AG Erinnern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
in Kooperation mit dem Verein Tanz Theater Dialoge - Musikalischer Beitrag mit einem weiteren Klavierstück von Jan Meyerowitz, gespielt von Elmar Schwinn
- Abschluss mit dem jüdischen Trauergebet Kaddisch und einer Kranzniederlegung
Hinweis zum Veranstaltungsort:
Der Zugang zum Gedenkort Güterbahnhof Moabit befindet sich neben der Ellen-Epstein-Straße 1 oder Quitzowstraße 23, 10559 Berlin
(zwischen Lidl und Hellweg).https://www.mittemuseum.de/de/veranstaltung/internationaler-tag-des-gedenkens-an-die-opfer-des-holocaust
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
28. Januar 2026, 15.00 Uhr
Anlässlich des 27. Januars, des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, finden auch 2026, am 28. Januar 2026 – vor und nach der Gedenkstunde im Bundestag – Gedenkveranstaltungen an den von der Stiftung betreuten Denkmälern statt. Am Denkmal für die ermordeten Juden Europas können ganztägig individuell Kränze niedergelegt werden.
An den weiteren Denkmälern:
11.00 Uhr – Gedenken des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde (Tiergartenstraße 4, 10785 Berlin)
14.00 Uhr – Gedenken des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas (Simsonweg, 10557 Berlin)
15.00 Uhr – Stilles Gedenken durch den LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e. V. – an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
(Kranzniederlegung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, 10785 Berlin-Tiergarten)https://www.stiftung-denkmal.de/aktuelles/demnaechst/tag-des-gedenkens-an-die-opfer-des-nationalsozialismus-6/
Freitag | 30. Januar 2026 | 19.00 Uhr | Aquarium (Südblock)
Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin- Kreuzberg
>>> U-Kottbusser Tor
Zur Lage in Europa
Ein Gespräch über Erfahrungen und Strategien
antifaschistischer Organisationen
Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste | International Federation of Resistance Fighters – Association of Anti-fascist | Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten.
Wenn deutsche Medien über Europa berichten, geht es meist um die Frage, ob und wie weit einzelne Regierungen dem politischen Kurs der EU-Kommission in Bezug auf den Krieg in der Ukraine, die Haltung gegenüber den USA oder die innereuropäischen Machtverhältnisse folgen.
Antifaschistinnen und Antifaschisten aber müssen die Entwicklung jener Länder in den Blick nehmen, in denen extreme Rechte bereits die Regierungsmacht erobert haben, wie Viktor Orbán in Ungarn und Giorgia Meloni in Italien. Zudem gibt es nach den letzten Wahlen im europäischen Parlament drei Fraktionen der extremen Rechten, die faktisch dessen drittstärkste Kraft bilden. Auch konnten Parteien aus diesem Spektrum in den letzten Monaten bei nationalen Parlamentswahlen ihren Einfluss ausbauen, unabhängig davon, ob sie anschließend an der Regierung beteiligt wurden oder nicht.
Welche innenpolitischen Veränderungen haben extreme Rechte im parlamentarischen System ihrer Länder auf den Weg gebracht und was bedeutet das für die Demokratie, auch in Europa?
Diese Fragen stehen seit langem im Mittelpunkt des Austausches der Mitgliedsorganisationen der FIR, in den auch Erfahrungen aus jenen Ländern einfließen, in denen antifaschistische und demokratische Kräfte solche Entwicklungen verhindern konnten.
Die Veränderungen in Europa und der Welt spiegeln sich auch in unserem Land wider, trotz vielfältigen
Widerstands schreitet die Rechtsentwicklung voran. Die Vernetzung aller, die sich der Bedrohung widersetzen, muss verstärkt werden.
Die Berliner VVN-BdA lädt am 30. Januar, einem verhängnisvollen Datum deutscher Geschichte, zu einem Gespräch über internationale Erfahrungen und Ansätze für Gegenstrategien ein. Als Gesprächspartner:innen stehen an diesem Abend Regina Girod, Vizepräsidentin der FIR, und Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, zur Verfügung.
Freitag, 30. Januar 2026, um 18 Uhr
in den Räumen des Britzer Bürgervereins e. V., im Diakoniehaus Britz, Buschkrugallee 131
(Nähe U-Bhf. Blaschkoallee)
Hufeisern gegen Rechts lädt ein:
„Antisemitismus – ein Angriff auf uns alle!“
Die Politikwissenschaftlerin Lisa Leichthammer wird mit uns über Antisemitismus als allgegenwärtiges gesellschaftliches Phänomen diskutieren.
Das Massaker in Australien zeigt erneut, dass das antisemitische Weltbild der Täter nicht allein tödlichen Hass auf jüdische Menschen erzeugt. Es ist zugleich ein Angriff auf uns alle, weil auf die zivilisierte, lebensachtende soziale Gemeinschaft.
Dieser antisemitische Terror ist nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert ereigneten sich in vielen Ländern Europas Pogrome gegen jüdische Menschen, denen oft jegliche Solidarität von den Mehrheitsgesellschaften verweigert wurde. Seitdem zieht sich antisemitische Gewalt bis zum heutigen Tag wie ein roter Faden durch Deutschland und Europa. Seine Spuren finden wir auch in unserer Siedlung in Form von Parolen, Aufklebern, persönlicher Bedrohung und Sachbeschädigungen.
Unabhängig wie sich ihre Mitglieder im israelisch-palästinensischen Konflikt positionieren, darf eine demokratische Gesellschaft nicht zulassen, dass Jüdinnen und Juden sich im Alltag nicht mehr sicher fühlen. Aber wie der Alltag in Berlin zeigt, sind nicht nur jüdische Menschen von Angriffen betroffen.
Längst sind auch andere gesellschaftliche Gruppen ins Visier von Antisemiten geraten,
die von ihnen mit antisemitischen Mustern als „Volksfeinde und -schädlinge“ ausgemacht und bekämpft werden. Bedrohlich zeichnet sich die Tendenz ab, dass die totale Ideologie des Nationalsozialismus in Deutschland wieder Fuß fasst, nach der gedanklich konstruierte Judenbilder auf jedes Gesellschaftsmitglied projiziert werden können, um Hass und Terror als Waffen zu rechtfertigen.
Wir fragen nach den Ursachen, die den Antisemitismus zu einem allgemeinen Weltbild, zum Muster einer polarisierenden Welterklärung machen, die nur die Alternative totaler Sieg oder Untergang kennt? Der Antwort wollen wir uns gemeinsam nähern.
www.hufeiserngegenrechts.de







