„Wenn Moskau das so will…“
2. April 2026
Antifa Jour Fixe der VVN-BdA Berlin
Montag, 20. April 2026, 18:30 Uhr, Café Sibylle | Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin-Friedrichshain

Eine Ernst Thälmann Biografie
Lesung mit dem Autor Dr. Ronald Friedmann, im Anschluss Gespräch, moderiert von Susanne Lang
Von August 1925 bis zu seiner Verhaftung im März 1933 stand Ernst Thälmann an der Spitze der KPD, der größten Kommunistischen Partei außerhalb der Sowjetunion, einer Partei, die in diesen Jahren zeitweise bis zu 360.000 Mitglieder hatte und die bei reichsweiten Wahlen bis zu sechs Millionen Wähler mobilisieren konnte.
Hundert Jahre nach dem von der Kommunistischen Internationale in Moskau verfügten Aufstieg Thälmanns an die Spitze der KPD ist es höchste Zeit, einen neuen und differenzierten Blick auf das Leben und Wirken Thälmanns zu werfen.
Thälmann hat durch sein Tun und Lassen den deutschen Parteikommunismus entscheidend geprägt. Mit seinem Namen sind die politischen Erfolge der KPD in den Jahren der Weimarer Republik verbunden. Nach der Machtübergabe an Hitler und die Nazipartei wurde er zum weltweiten Symbol des antifaschistischen Widerstandskampfes. Vor allem jedoch trug Thälmann maßgebliche Verantwortung für die folgenschweren Fehlentwicklungen seiner Partei.
Wie der Historiker Dr. Ronald Friedmann zu diesem Urteil kommt und was ihn bewogen hat, sich in Zeiten des erstarkenden Faschismus in Deutschland ausführlich mit der Biografie Thälmanns zu beschäftigen, wird Gegenstand der Lesung und des anschließenden Gesprächs sein.







